Kurzprogramm und längster Auftritt

Im Mai gab es gleich vier Auftritte innerhalb einer Woche, davon drei an drei Tagen. Weil wir jedem einzelnen entsprechend Raum geben wollen, werden wir das Ganze in zwei Artikel aufteilen. Los ging es am Sonntag (10. Mai), wo wir zum ersten Mal beim sehr abwechslungsreichen Stadtfest „DortBunt“ gut gelegen auf der Bühne der TU Dortmund an der Reinoldikirche gespielt haben.

Mit dem Wetter hatten wir Glück, so dass wir auch einiges an Laufpublikum zu uns ziehen konnten. Wir hatten ungefähr 45 Minuten Spielzeit, also haben wir ein kleines Best-Of aus unserem Repertoire präsentiert. Um nicht ganz so viele Instrumente transportieren zu müssen, hat unser Keyboarder tatsächlich auf einige Tasten verzichtet. Auch das hat die Auswahl der Stücke beeinflusst, es kam aber gut Stimmung auf und viele hätten sich gewünscht, dass wir noch einige Zeit weitermachen. Es war aber ein schöner Nachmittag, um uns in einem großen Rahmen zu präsentieren. Vielen Dank auch an Sounddoc, die die Technik gestellt und für guten Ton gesorgt haben.

Vier Tage später ging es am Donnerstag (14. Mai) nach einem guten Jahr Pause wieder ins „The New Crown“, den British Pub in Iserlohn. Dort hat inzwischen mit Paris Fragkoulidis ein neuer Pächter übernommen und wir durften dort schon zum elften Mal spielen. Aufgrund des Vatertags war der Beginn bereits auf 15:00 Uhr angesetzt, draußen gab es dem Anlass entsprechend Parkplätze für Bollerwägen. Aber da das Wetter recht ungemütlich war, schien das die Leute eher nicht aus dem eigenen Wohnzimmer zu locken. Jedenfalls war das Interesse an dem für insgesamt drei Stunden angesetzten Konzert zunächst überschaubar, aber das änderte sich gerade während unseres dritten Sets.

So kam kurz vor Schluss Paul Moss, der Schöpfer und Eigentümer des New Crowns auf uns zu und fragte uns, ob wir um etwa eine Stunde verlängern können. Weil wir natürlich gerne vor vollem Haus spielen, waren wir einverstanden. Genügend Titel haben wir ja immer im Gepäck und so hatten wir nach einer kurzen Pause auch ein viertes Set bestückt. Als wir gegen 20:00 Uhr schon bei den Zugaben waren, hat uns Paul noch mal aufgesucht und aufgrund der guten Stimmung gebeten, noch eine letzte halbe Stunde dranzuhängen. Viel Energie war nicht mehr da, aber wir haben auch diese Herausforderung angenommen und wurden mit viel Begeisterung bei jedem weiteren Song belohnt. Beim letzten Titel um kurz vor 21:00 Uhr stand ein Großteil des Publikums bei uns an der Bühne und wir haben gemeinsam die letzten Töne gesungen. Letztlich haben wir 56 Titel zum besten gegeben, was rund vier Stunden Nettospielzeit und einen neuen Rekord für uns bedeutet.

Völlig geschafft haben wir anschließend noch abgebaut, diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen. Am Ende konnten wir einer stetig wachsenden Zahl von Zuhörenden eine schöne Zeit bereiten, dafür sind wir gerne an unsere Grenzen gegangen.

Winterschlaf endet mit Jubiläum

Ganze 157 Tage hat es gedauert, bis wir mal wieder einen öffentlichen Auftritt spielen durften. Länger war die Pause nur einmal während der Corona-Pandemie (Oktober 2020 bis Juni 2021). Wir haben das beste daraus gemacht und uns mit regelmäßigen Proben fit gehalten. Am 11. April ging es dann in den Thomas Mulvany’s Irish Pub nach Marl, wo wir insgesamt zum zehnten Mal gespielt haben.

Wir kamen bei strahlendem Sonnenschein an, ein paar Stunden später sollte es in Strömen regnen. Das war uns ausnahmsweise recht, denn dadurch entstand eine Art von Wetter, bei dem man sich nur zu gerne in einen Pub begibt. Entsprechend voll war es an diesem Abend auch. Dass wir länger nicht mehr auf der Bühne standen, merkte man weniger am Musizieren selbst, mehr an den Abläufen drumherum. So zum Beispiel auch beim Soundcheck, wo wir uns über den eher überschaubaren Sound wunderten und uns erst kurze Zeit später auffiel, dass zwar ein entsprechendes Kabel zu einer Lautsprecherbox gelegt, dieses aber noch nicht eingesteckt war.

Es konnte trotzdem pünktlich losgehen und wir hatten einen kurzweiligen Abend mit einem bunt gemischten Publikum. Unser Gitarrist Carsten feierte sein zweites Heimspiel und bekam dazu natürlich auch den üblichen Gesangsauftritt. Am Bass konnten wir leider nicht auf Rapha zurückgreifen, für ihn ist Leo Weichert eingesprungen, der uns vor allem 2023 noch an der Gitarre immer wieder vertretungsweise unterstützt hat. Auch mit weniger Saiten hat er einen starken Job gemacht, vielen Dank dafür!

Wie üblich in Marl verklang der letzte Ton erst gegen 00:30 Uhr und nach mehreren Zugaben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im August, dann wahrscheinlich unter freiem Himmel.