Wetter-Roulette und ein perfekter Abend

Nur gut 15 Stunden, nachdem auch die letzten von uns aus Iserlohn zurückgekehrt waren, saßen wir schon wieder im Auto auf dem Weg nach Herdecke. Dort durften wir bei der Mai-Woche, dem traditionellen Stadtfest, dass in diesem Jahr zum 50. Mal stattfand spielen. Wie immer sollte unser Platz vor dem „The Shakespeare-Pub“ sein, die Wettervorhersage beinhaltete für den Abend zwar kalte Temperaturen, aber nur wenig Regen.

Als bei unserer Ankunft die Sonne schien, waren wir noch guter Dinge und so mancher spekulierte auf eine Stärkung aus der Eisdiele. Doch schon eine halbe Stunde später kam der erste kräftige Schauer und wir mussten schauen, dass unser Equipment halbwegs trocken blieb. Als es eine Stunde später auch noch gehagelt hat, haben wir uns wie in einem schlechten Film gefühlt. Während die zweite Band des Abends „JFK and the O“ auch aus Platzgründen im Pub aufbaute, sind wir draußen geblieben. Auch weil wir so ein größeres Laufpublikum ansprechen wollten.

Beim Soundcheck gab es die nächste böse Überraschung: eines unserer Instrumente hat nicht mehr funktioniert. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an „JFK and the O“, die uns in der Not ausgeholfen haben. So konnten wir etwas später als geplant doch noch starten und hatten auch einige Zuhörende, die einen weiteren ordentlichen Regenguss ausgehalten haben. Alles in allem hatten wir uns diesen Tag ganz anders vorgestellt, aber da kann ja niemand etwas dafür. Wir blicken einfach optimistisch auf August, wenn wir erneut in Herdecke zu Gast sind. Danke auch an das „Shakespeare“, die uns zwischendurch genügend Handtücher zur Verfügung gestellt haben.

Der Abschluss unserer kleinen Tour fand dann wieder drinnen statt, genauer gesagt im Bürgerzentrum Steigerturm in Dortmund-Berghofen. Es handelt sich hier um ein ehemaliges Feuerwehrgebäude, dass mit viel Liebe umgestaltet wurde und eine selbst gebaute verschiebbare Bühne samt eigener Technik beinhaltet. Das Wohlfühlen begann für uns schon beim Aufbauen, da wir nur unsere Instrumente und Mikrofone mitbringen mussten und alles andere schon da war. Für den guten Ton sorgte Martin, mit dem die Zusammenarbeit sehr angenehm war. Sehr herzlich war die Begrüßung auch mit Marco Rudolph, den wir schon von seinen Konzerten im „Wohnzimmer im Piepenstock“ kennen und der mit dem Steigerturm eine neue Heimat gefunden hat. Dorthin mitgenommen hat er auch seine hervorragenden selbstgemachten Frikadellen, mit denen sich so manches Bandmitglied im Laufe des Abends immer wieder gestärkt haben soll.

Spätestens 20 Minuten vor Auftrittsbeginn haben wir festgestellt, dass der Saal recht voll werden könnte. Anscheinend hatten einige die Werbung in der lokalen Presse mitbekommen, anwesend waren auch viele bekannte Gesichter, teilweise reisten Leute aus Stuttgart an. Der Beifall, als uns Marco auf die Bühne geholt hat, war entsprechend groß. Keiner der 51 Sitzplätze blieb frei, am Ende gab es mindestens 80 Zuhörende. Zuhören ist hier tatsächlich wörtlich zu verstehen: gespannt wurde der Musik und auch unseren Ansagen und Witzeleien gelauscht. Auf anderen Veranstaltungen, wo das Feiern eher im Vordergrund steht, halten wir uns mit Wortbeiträgen eher zurück, diesmal gab es fast zu jedem Titel eine Geschichte.

Das lag sicher auch daran, dass wir mit einem etwas anderen Programm aufgetreten sind. Wir haben unter anderem alle Titel gespielt, die wir seit dem Einstieg von Carsten in den letzten gut zwölf Monaten einstudiert haben, darunter auch ein paar Uraufführungen. Einige Klassiker blieben diesmal in der Schublade, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Neu war auch das Equipment unseres Percussionisten: die vergangenen Tage hatten die Hände doch arg in Mitleidenschaft gezogen, so dass unter anderem Besen zum Einsatz kamen, die an diesem Tag zum ersten Mal ausprobiert wurden.

Aber auch das klappte ohne große Schwierigkeiten und wie hätte es an diesem malerischen Abend auch anders sein können. Es war wie als würde man nach Hause kommen, einfach eine tolle Wertschätzung und Symbiose von allen Beteiligten. Dass wir nach unserer letzten Zugabe stehende Ovationen bekommen haben, war dann noch die Kirsche auf der Torte. Wir haben jeden Moment genossen und kommen gerne nächstes Jahr wieder. Danke auch an das komplette Team des Steigerturms, auch die fleißigen Helfer hinter der Theke.

Jetzt folgt wieder eine kleine Pause, bevor es Ende Juni beim Schützenfest in Mettmann wieder in die Vollen geht.

Kurzprogramm und längster Auftritt

Im Mai gab es gleich vier Auftritte innerhalb einer Woche, davon drei an drei Tagen. Weil wir jedem einzelnen entsprechend Raum geben wollen, werden wir das Ganze in zwei Artikel aufteilen. Los ging es am Sonntag (10. Mai), wo wir zum ersten Mal beim sehr abwechslungsreichen Stadtfest „DortBunt“ gut gelegen auf der Bühne der TU Dortmund an der Reinoldikirche gespielt haben.

Mit dem Wetter hatten wir Glück, so dass wir auch einiges an Laufpublikum zu uns ziehen konnten. Wir hatten ungefähr 45 Minuten Spielzeit, also haben wir ein kleines Best-Of aus unserem Repertoire präsentiert. Um nicht ganz so viele Instrumente transportieren zu müssen, hat unser Keyboarder tatsächlich auf einige Tasten verzichtet. Auch das hat die Auswahl der Stücke beeinflusst, es kam aber gut Stimmung auf und viele hätten sich gewünscht, dass wir noch einige Zeit weitermachen. Es war aber ein schöner Nachmittag, um uns in einem großen Rahmen zu präsentieren. Vielen Dank auch an Sounddoc, die die Technik gestellt und für guten Ton gesorgt haben.

Vier Tage später ging es am Donnerstag (14. Mai) nach einem guten Jahr Pause wieder ins „The New Crown“, den British Pub in Iserlohn. Dort hat inzwischen mit Paris Fragkoulidis ein neuer Pächter übernommen und wir durften dort schon zum elften Mal spielen. Aufgrund des Vatertags war der Beginn bereits auf 15:00 Uhr angesetzt, draußen gab es dem Anlass entsprechend Parkplätze für Bollerwägen. Aber da das Wetter recht ungemütlich war, schien das die Leute eher nicht aus dem eigenen Wohnzimmer zu locken. Jedenfalls war das Interesse an dem für insgesamt drei Stunden angesetzten Konzert zunächst überschaubar, aber das änderte sich gerade während unseres dritten Sets.

So kam kurz vor Schluss Paul Moss, der Schöpfer und Eigentümer des New Crowns auf uns zu und fragte uns, ob wir um etwa eine Stunde verlängern können. Weil wir natürlich gerne vor vollem Haus spielen, waren wir einverstanden. Genügend Titel haben wir ja immer im Gepäck und so hatten wir nach einer kurzen Pause auch ein viertes Set bestückt. Als wir gegen 20:00 Uhr schon bei den Zugaben waren, hat uns Paul noch mal aufgesucht und aufgrund der guten Stimmung gebeten, noch eine letzte halbe Stunde dranzuhängen. Viel Energie war nicht mehr da, aber wir haben auch diese Herausforderung angenommen und wurden mit viel Begeisterung bei jedem weiteren Song belohnt. Beim letzten Titel um kurz vor 21:00 Uhr stand ein Großteil des Publikums bei uns an der Bühne und wir haben gemeinsam die letzten Töne gesungen. Letztlich haben wir 56 Titel zum besten gegeben, was rund vier Stunden Nettospielzeit und einen neuen Rekord für uns bedeutet.

Völlig geschafft haben wir anschließend noch abgebaut, diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen. Am Ende konnten wir einer stetig wachsenden Zahl von Zuhörenden eine schöne Zeit bereiten, dafür sind wir gerne an unsere Grenzen gegangen.

Winterschlaf endet mit Jubiläum

Ganze 157 Tage hat es gedauert, bis wir mal wieder einen öffentlichen Auftritt spielen durften. Länger war die Pause nur einmal während der Corona-Pandemie (Oktober 2020 bis Juni 2021). Wir haben das beste daraus gemacht und uns mit regelmäßigen Proben fit gehalten. Am 11. April ging es dann in den Thomas Mulvany’s Irish Pub nach Marl, wo wir insgesamt zum zehnten Mal gespielt haben.

Wir kamen bei strahlendem Sonnenschein an, ein paar Stunden später sollte es in Strömen regnen. Das war uns ausnahmsweise recht, denn dadurch entstand eine Art von Wetter, bei dem man sich nur zu gerne in einen Pub begibt. Entsprechend voll war es an diesem Abend auch. Dass wir länger nicht mehr auf der Bühne standen, merkte man weniger am Musizieren selbst, mehr an den Abläufen drumherum. So zum Beispiel auch beim Soundcheck, wo wir uns über den eher überschaubaren Sound wunderten und uns erst kurze Zeit später auffiel, dass zwar ein entsprechendes Kabel zu einer Lautsprecherbox gelegt, dieses aber noch nicht eingesteckt war.

Es konnte trotzdem pünktlich losgehen und wir hatten einen kurzweiligen Abend mit einem bunt gemischten Publikum. Unser Gitarrist Carsten feierte sein zweites Heimspiel und bekam dazu natürlich auch den üblichen Gesangsauftritt. Am Bass konnten wir leider nicht auf Rapha zurückgreifen, für ihn ist Leo Weichert eingesprungen, der uns vor allem 2023 noch an der Gitarre immer wieder vertretungsweise unterstützt hat. Auch mit weniger Saiten hat er einen starken Job gemacht, vielen Dank dafür!

Wie üblich in Marl verklang der letzte Ton erst gegen 00:30 Uhr und nach mehreren Zugaben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im August, dann wahrscheinlich unter freiem Himmel.

Zwei Kneipen-Konzerte aus dem Lehrbuch

Was war das für ein Jahresabschluss, zumindest im öffentlichen Raum. Innerhalb von fünf Tagen standen wir noch zwei weitere Male auf der Bühne und wurden von einem jeweils großartigen Publikum getragen. Zunächst ging es an Halloween in die Gaststätte „Alter Hellweg“ nach Dortmund-Wickede, hier waren wir nach einem schönen ersten Aufschlag im vergangenen Frühjahr zum zweiten Mal eingeladen.

Nachdem wir uns am extra für uns zubereiteten Geschnetzelten mit Spätzle gestärkt haben, wurde es zusehends voller um uns herum. Am Ende waren rund 60 Zuhörende da und sind von Anfang bis Ende grandios mitgegangen. Auch unser extra für diesen schaurigen Abend einstudierter Titel wurde entsprechend gefeiert, wobei es ja streng genommen keine Halloween-Party war und wir wie üblich auf Verkleidung verzichtet haben. Vielen Dank für diese ganz besondere Atmosphäre und auch für die zahlreichen Spenden im Hut. Das größte Kompliment hat uns dann Gastgeber Heiko gemacht, als er sagte: „ihr habt sogar die Musiker aus England übertroffen“. Mindestens ein weiterer Auftritt im neuen Jahr ist quasi schon beschlossen.

Am 5. November sind wir erst zum vierten Mal an einem Mittwoch öffentlich aufgetreten. Es ging in die traditionsreiche Kneipe „Die Keule“ in Schwerte, wo seit Jahresbeginn einmal im Monat die Reihe „Keule Live“ stattfindet. Dort spielen Künstler aus verschiedenen Genres gute zwei Stunden und haben die komfortable Situation, dass sie eine vor Ort fest installierte Ton-Anlage nutzen können. So waren wir nach nur einer Stunde auch dank der Unterstützung von Mitorganisator Stefan Breuer mit dem Aufbau fertig und konnten uns der üppigen Speisekarte widmen.

Neben uns waren noch viele andere auf die Idee gekommen, einen Abend in der „Keule“ zu verbringen. Wie ein paar Tage zuvor hatten wir ein sehr aufmerksames Publikum, dass auch nach der Pause trotz des Termins unter der Woche noch zahlreich bis zum Schluss geblieben ist. Ein Geburtstagskind hatte uns beim Pannekaukenfest gehört und kurzerhand die Feierlichkeiten zu unserem Konzert verlegt, eine große Ehre. Manche wollten uns am Schluss gar nicht mehr von der Bühne lassen, besser hätte sich wohl keiner den Abschluss von 2025 vorstellen können.

Ganz in der Winterpause sind wir aber nicht: Ende November und Mitte Dezember finden noch zwei Veranstaltungen im privaten Rahmen statt, davon berichten wir natürlich im Nachgang.

Die kleinen und großen Meilensteine

Bislang fanden drei ganz unterschiedliche Auftritte im Oktober statt. Bei allen gab es einen Grund zum Feiern. Zunächst haben wir am 8. Oktober traditionell bei der Verabschiedung der Absolvierenden in den Lehramt-Studiengängen an der TU Dortmund gespielt. Mit drei Stücken konnten wir für die musikalische Untermalung im Audimax sorgen.

Für unsere Band war es Auftritt Nummer 100 – wobei personell eigentlich nur für Keyboarder Florian, der bislang noch bei keinem Gig fehlte –, definitiv ein großer Moment. Natürlich haben wir nach getaner Arbeit auf diesen Meilenstein angestoßen. Die TU Dortmund ist ja immer ein besonderer Spielort, weil zwei von uns dort noch studieren und die beiden anderen es in der nahen oder fernen Vergangenheit auch mal getan haben. Kurz vor Beginn der Veranstaltung haben wir übrigens noch mündlich und mit kleinem Augenzwinkern vereinbart, dass wir noch bis zur Rente dort auftreten.

Am 11. Oktober hatte zur Abwechslung mal Carsten die kürzeste Anreise, weil wir in seiner Heimatstadt Marl und genauer gesagt mal wieder im „Thomas Mulvany’s Irish Pub“ zu Gast waren. Für ihn war es als Bandmitglied das erste Heimspiel und noch dazu durfte er mit seinem zehnten Auftritt auch ein kleines Jubiläum begehen. Der Druck, dass er entsprechend für Heimspielatmosphäre sorgt war natürlich hoch und am Ende hat er tatsächlich einige ihm bekannte Gesichter im Publikum gefunden. Gerade in der zweiten Hälfte des Abends hatten sich alle endgültig aufgewärmt und es gab bis zum Schluss stimmungstechnisch kein Halten mehr.

Eine Woche später, am 18. Oktober ging es in eine weitere Kult-Spielstätte: schon zum zehnten Mal hatten wir die Ehre, im „The New Crown“ in Iserlohn aufzuschlagen. Hier reite sich unser Sänger Kevin mit seinem insgesamt 100. Auftritt in die Feierlichkeiten ein. Wir verbrachten einen entspannten und geselligen Abend, diesmal wieder mit tatkräftiger Unterstützung von Manuel Tesch an der Gitarre. Wir hoffen, dass das Crown auch nach dem neuerlichen Weggang eines Pächters schnell wieder durchstarten kann und wir bald wieder unsere Instrumente dort erklingen lassen dürfen.

Ende Oktober und Anfang November folgen in Dortmund und Schwerte die letzten beiden öffentlichen Konzerte in 2025. Für das neue Jahr gibt es natürlich Nachschub, behaltet dafür gerne unsere Termin-Rubrik im Auge.

Schwerte mit allen Sinnen erlebt

Der 13. September sollte ein besonderer Tag werden, denn erstmals waren zwei Konzerte an einem Tag geplant. Zunächst schon morgens auf dem Dortmunder Wochenmarkt, aber als sich die ersten von uns allmählich auf den Weg gemacht haben, kam eine kurzfristige wetterbedingte Absage. Wir hätten uns gerne dem Marktpublikum präsentiert, sind aber zuversichtlich, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist.

So blieb noch der Auftritt beim traditionsreichen Pannekaukenfest in Schwerte, mal wieder eine Premiere für uns. Hier können wir schon einmal vorwegnehmen, dass das Wetter gehalten hat. Wir trafen uns etwa eine Stunde vor Beginn hinter der Bühne, um schon einmal alles auszupacken und herzurichten. Der Zeitplan hatte es in sich, so dass zwischen uns und den vorherigen Künstlern knackige 15 Minuten Zeit für den Umbau angesetzt wurden. Dass das gereicht hat, lag auch an der hervorragenden technischen Unterstützung des Unternehmens C3-Events unter der Leitung von Stefan Sasse.

Nicht nur der Ton hat während unseres etwa 75-minütigen Slots sehr gut gepasst, wir waren zusätzlich auf einer LED-Wand neben der Bühne zu sehen. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt. Am Bass hat ein mittlerweile bekanntes Gesicht ausgeholfen: vielen Dank an den erneut sehr sicheren Jan Tillmanns. Das zahlreich anwesende Publikum konnten wir schnell mitnehmen und so entwickelte sich ein stimmungsvoller und erinnerungswürdiger Nachmittag. Unsere Ankündigung, dass wir Anfang November wieder in Schwerte spielen, sorgte für einige spontan geäußerte positive Reaktionen.

An dieser Stelle auch vielen Dank an die zahlreichen Ehrenamtlichen, die dieses Fest seit vielen Jahren veranstalten. Wahnsinn, was ihr da auf die Beine gestellt habt! Im Anschluss haben wir uns Backstage noch am liebevoll zubereiteten Künstler-Catering gestärkt. Später wurden auch noch die namensgebenden Pannekauken getestet, bevor der dann doch einsetzende Regen die Heimfahrt eingeläutet hat. Im Oktober stehen wir gleich viermal auf der Bühne, darunter das erste Heimspiel von Carsten in Marl, sowie Auftritte in Iserlohn und Dortmund.

Voller Biergarten und Regen-Tradition

Ende August waren wir nach einer kleinen Sommerpause gleich dreimal innerhalb von acht Tagen auf der Bühne. Zweimal ging es ins Sauerland und einmal ins Rheinland. Alle drei Konzerte fanden draußen statt und fast immer blieb es trocken.

Zunächst haben wir am 23. August auf einer privaten Geburtstagsfeier in Iserlohn gespielt. Dabei durften wir im Garten des Jubilars aufbauen, direkt neben zwei kleinen Hüpfburgen für die Jugend. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre, die einen hörten zu, andere schwangen auch ein wenig das Tanzbein und am Ende gab es viel Lob vom Gastgeber und seinen Gästen.

Genau eine Woche später, also am 30. August, sind wir zum insgesamt vierten Mal in Menden gelandet. Wie schon im letzten Sommer gab es einen Auftritt im Biergarten der Kneipe „Am Turm“. Diesmal haben wir dafür gesorgt, dass man uns sowohl draußen, als auch über die Hausanlage drinnen hören konnte. Die Location war sehr gut besucht und wir konnten einen gemütlichen Abend musikalisch untermalen.

Direkt einen Tag später (31. August) machten wir uns auf nach Mettmann, wo wir zum Abschluss des 47. Heimatfestes auf der Bühne an der Lambertus-Kirche aufgetreten sind. Mit dabei war diesmal auch Marwin Sbosny, der uns am Schlagzeug klasse verstärkt hat. Wie auch schon im letzten Jahr sorgte „Kissling Veranstaltungstechnik“ für den richtigen Sound, die Zusammenarbeit war hier wieder sehr angenehm, professionell und respektvoll, danke dafür! Da wir zum Schluss angesetzt waren, war es für uns selbstverständlich, ohne Pause durchzuspielen.

Etwa zur Halbzeit des Konzertes setzte dann ein ordentlicher Regenguss ein, der ungefähr 15 Minuten gedauert hat. Manch einer befürchtete schon, dass wir abbrechen müssen, aber das war zum Glück nicht notwendig. Dass der Abend gelungen und besonders war, ist auch dem Publikum zu verdanken. Einige blieben trotz dem schlechten Wetter, stellten sich kurzerhand unter und feierten danach noch ausgelassen mit uns weiter. Laut den anschließenden Rückmeldungen hätten wir auch zehn Zugaben spielen können, aber irgendwann muss jedes Fest einmal enden.

Eines ist klar: Mettmann wird uns so schnell nicht los, wir freuen uns auf 2026. Weiter geht es Mitte September mit zwei Auftritten an einem Tag: erst beim Wochenmarkt in Lütgendortmund und am frühen Abend dann beim Pannekaukenfest in Schwerte. Hier dann auch wieder in unterschiedlicher Besetzung, mehr wird aber noch nicht verraten.

Flexibilität und die rauschende Nacht von Bochum

Aufgrund verschiedener Verpflichtungen wurde unsere Besetzung für die letzten beiden Auftritte ordentlich durchgemischt. Raphael und Carsten waren verhindert, doch auch dieses Mal haben wir tolle Musiker gewinnen können. An der Gitarre war es wieder einmal Manuel Tesch, der uns virtuos zur Seite stand. Am Bass unterstützte zum ersten Mal Jan Tillmanns, der vor einigen Jahren in der Band mitgewirkt hat, aus der Trials of Life entstanden sind.

Nur ein paar Stunden nach dem abendfüllenden Programm beim Schützenfest in Mettmann haben wir uns in dieser Formation bei über 30 Grad Außentemperatur getroffen, um zumindest alle relevanten Titel einmal durchzuspielen. Ein paar Tage später, genauer gesagt am 4. Juli, ging es dann nach Moers, wo wir für eine Hochzeitsfeier engagiert waren. In angenehmer familiärer Atmosphäre hatten wir bis nach 01:00 Uhr das Vergnügen, für den musikalischen Rahmen zu sorgen. Einer der Höhepunkte des Abends war ein Titel, bei dem auch die Braut selbst zum Gesangsmikrofon griff. Wir bedanken uns für die Einladung und wünschen den frisch vermählten Jenny und Dominik nur das Beste für die gemeinsame Zukunft!

Eine gute Woche später, am 12. Juli, waren wir unterwegs nach Bochum zum Brauhoffest der Familienbrauerei Moritz Fiege. Neben verschiedenen Köstlichkeiten für Hungrige und Durstige, wurden unter anderem auch Führungen durch die Brauereiräume angeboten. Wir nahmen erst einmal im eigens zur Verfügung gestellten Künstler-Bereich platz und so mancher bediente sich an Snacks und Getränken. Etwa 45 Minuten vor Auftrittsbeginn begannen dann Aufbau und Soundcheck auf der kleinen Bühne im Biergarten. Vielen Dank auch an Matthias Schulzke von pyroSOUND für das Bereitstellen der Boxenanlage.

Schon bei den ersten Tönen war zu spüren, dass die Anwesenden große Lust auf einen Abend mit Livemusik hatten. Die Stimmung war vom ersten bis zum letzten Ton herausragend und wir hatten ein sehr tanz- und sangesfreudiges Publikum. Highlight des Abends war natürlich der Moment, als wir „Bochum“ von Herbert Grönemeyer gespielt haben. Die halbe Fankurve aus dem Stadion des VfL Bochum schien anwesend zu sein. Das sorgte für absolute Gänsehaut, machte unserem Sänger aber auch zu schaffen, weil er sich gleichzeitig unbedingt konzentrieren und auf keinen Fall einen Texthänger haben wollte.

Am Ende hat alles gut geklappt und nachdem wir die letzte Zugabe gespielt hatten, hielt der Abend noch eine weitere Überraschung bereit. Ganz spontan und völlig ohne unser Zutun wurde „Hey Jude“ von den Beatles angestimmt, dieser Titel ist bislang nicht bei uns im Repertoire. Auch als wir die Bühne verlassen hatten, hat der gesamte sehr gut gefüllte Biergarten noch Minuten lang weitergesungen. So kehrte zumindest ein Teil von uns doch noch mal an die Instrumente zurück und begleitete diese unbeschreiblich schöne Darbietung.

Es war nach über drei Jahren Pause unser erstes Konzert in Bochum und wir hoffen sehr, dass wir schon bald wieder zurückkehren können. Danke auch noch mal an Manuel und Jan, die einen großartigen Job gemacht haben. Nach einer kleinen Sommerpause sind wir Ende August mit gleich zwei Auftritten an zwei Tagen in Menden und Mettmann wieder da.


Foto: Manuel Longerich

Über 260 km an zwei Tagen

Zwei Auftritte an zwei Tagen hatten wir bereits. Diesmal war die zurückgelegte Strecke aber vielleicht noch mal ein bisschen beachtlicher. Los ging es am Morgen des 27. Juni bereits um 07:00 Uhr nach Münster. Dort waren wir traditionell wieder bei der Verabschiedung der Absolvierenden des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften im Einsatz.

Beim Bachelor-Jahrgang waren etwa 1.000 Menschen mit dabei. Nicht alle passten in den Veranstaltungsraum, weshalb das Ganze in zwei weitere Hörsäle gestreamt wurde. Neben vier komplett gespielten Titeln gab es für uns wieder die herausfordernde und zugleich unterhaltsame Aufgabe, kurze Ausschnitte als Auftrittsmusik der verschiedenen Gruppen während der Zeugnisvergabe zu spielen. Zusätzlich zu unserem gewöhnlichen Repertoire waren auch zwei für uns nicht alltägliche Schnipsel dabei. Am Schlagzeug unterstützte uns diesmal Lennart „Lenny“ Rybica und das ohne vorherige gemeinsame Probe. Vielen Dank für deinen Einsatz!

Einen Tag später (28. Juni) waren wir zum ersten Mal beim Schützenfest der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft in Mettmann zu hören. Gleich nach unserer Ankunft wurden wir Zeuge des feierlichen Einmarsches der Schützen ins Festzelt, in dem auch unser Auftritt für den Abend vorgesehen war. Da gleichzeitig traditionell die Johanniskirmes stattfindet, hatten wir nur wenige Meter von der Bühne entfernt einen unterhaltsamen Klangteppig aus Fahrgeschäften und anderen Attraktionen.

Anders als bei anderen Veranstaltungen dieser Größenordnung waren wir selbst für die Tontechnik verantwortlich. Wir wollten natürlich für eine bestmögliche Beschallung sorgen und haben so viel Equipment wie noch nie aufgefahren. Als besonders imposant haben wir den neu angeschafften zweiten Subwoofer empfunden. Wir waren für die musikalische Gestaltung des kompletten Abends verantwortlich, deshalb gab es von uns zum ersten Mal vier Sets.

Auch hier konnten wir auf einen Schlagzeuger zurückgreifen: der schon viel herumgekommene Stephan Schott lieferte mit seiner immensen Erfahrung eine tolle Leistung und war ein herausragender klanglicher Rückhalt. Mit ihm konnten wir im Vorfeld immerhin eine gemeinsame Probe durchführen. Das Festzelt füllte sich im Laufe des Abends kontinuierlich und wir haben es gemeinsam mit dem Publikum geschafft, eine tolle Atmosphäre zu erzeugen. Gegen 00:30 Uhr spielten wir die letzte Zugabe, wobei viele wohl noch gerne weitergefeiert hätten.

Vielen Dank für euer Interesse, auch an diejenigen, die meinten, dass sie sonst eigentlich nicht auf solchen Veranstaltungen seien, aber aufgrund unserer Musik dann doch beschlossen hatten, länger zu bleiben. Wer mag, kann uns Ende August auf dem Heimatfest erneut in Mettmann zuhören. Irgendwann in den frühen Morgenstunden fiel dann auch der Letzte von uns komplett geschafft, aber um eine tolle Auftrittserfahrung reicher ins Bett. Für ein paar von uns stand nur wenige Stunden später die nächste Probe an, aber das ist eine andere Geschichte.

Fünf Jahre „Trials of Life“

Der 7. Juni 2020, an dem sich drei Musiker für ein Projekt trafen, das ursprünglich einen Auftritt abdecken sollte, ist jetzt schon fünf Jahre her. Wir sind sehr stolz, unseren ersten halbrunden Bandgeburtstag feiern zu dürfen. Die letzten zwölf Monate waren sehr herausfordernd für „Trials of Life“, auch wenn die Unsicherheiten während einer Pandemie rund um unsere Gründung wohl erst mal unerreicht bleiben werden.

Kurz nach dem vierten Bandgeburtstag war klar, dass unser Gründungsmitglied Simon die Gitarre in dieser Formation an den Nagel hängt. Ein Dreivierteljahr war anschließend von der Suche nach einem passenden Nachfolger für diese Legende geprägt. Mehrere Konzerte haben wir zu dritt absolviert, bei anderen hatten wir hervorragende Unterstützung von Manuel Tesch. Er hat uns gleich siebenmal ausgeholfen, ihm können wir gar nicht genug danken!

Trotz aller Widrigkeiten haben wir in unserem fünften Jahr insgesamt 21 Auftritte gespielt. Davon noch sechs mit Simon, mit dem wir beim Lichterfest im Dortmunder Fredenbaumpark unsere bislang größte Veranstaltung überhaupt erleben durften. Insgesamt zehnmal gab es uns unter freiem Himmel zu hören, wenn man den von Regen unterbrochenen und dann nach innen verlegten Auftritt in Marl mitzählen möchte. Zum ersten Mal fehlte auch unser Sänger und Percussionist Kevin das ein oder andere Mal, jetzt ist Keyboarder Florian der einzige „Immer-Präsente“. Bereits drei Konzerte fanden mit unserem neuen Gitarristen Carsten Nelskamp statt, den wir zufällig bei unserem letzten Gastspiel in Marl kennengelernt haben.

Jetzt hoffen wir natürlich, dass es wieder etwas ruhiger bei uns wird und wir mit der aktuellen Besetzung nicht nur den zehnten Geburtstag feiern können. Wie immer haben wir zum Band-Jahrestag auch eine Kleinigkeit für all diejenigen vorbereitet, die uns schon länger treu begleiten. Im folgenden Video hört ihr einen der Titel, den wir bislang mit am häufigsten in den letzten fünf Jahren gespielt haben, genauer gesagt 72 Mal. Er klingt diesmal aber ein bisschen anders, wir hoffen, es gefällt euch. Danke an all diejenigen, die immer wieder bei unseren Konzerten vorbeischauen, wir haben große Lust auf die nächsten fünf gemeinsamen Jahre!

Video zu fünf Jahren Trials of Life – Acoustic-Version von Rebel Yell mit unveröffentlichten Fotos

Hier noch die Foto-Collage unseres vierten Bandjahres: