Ende November und Anfang Dezember standen wir nochmal zweimal auf der Bühne, einerseits bei der Absolventenfeier des Studiengangs WiWi in Münster, andererseits bei einer Hochzeitsfeier in Düsseldorf. Gemeinsam hatten beide Gigs, dass Sänger und Cajonist Kevin anderweitig beruflich eingespannt war und wir somit kreativ werden mussten.
In Münster, wo traditionell neben einigen wenigen Titeln insbesondere Auf- und Abtrittsmusiken für die Bachelor- und Master-Absolvierenden gespielt wurden, half uns wie schon im Sommer Drummer Lennart Rybica. Für Gitarrist Carsten war diese Auftrittsart noch Neuland, aber auch er meisterte es souverän. Wer sich nun fragt, wer hat denn dort gesungen? Wir haben uns vor Augen geführt, dass alle drei verbleibenden Bandmitglieder bereits Frontvocals mancher Songs singen, Gesang studieren oder als Singer/Songwriter unterwegs waren. Somit war schnell klar, dass wir drei uns abwechseln und das Mikro selbst in die Hand nehmen. Das hat auch genau wie erwartet geklappt.
Für die Hochzeitsfeier am 13. Dezember haben wir uns allerdings Verstärkung geholt und so hat uns Lennart Pannek am Gesang ergänzt. Mit wenig Proben hat er professionell abgeliefert, sodass man hätte meinen können, man spiele schon seit Jahren zusammen. Auch an den Drums konnte Marwin Sbosny Wiedermals überzeugen.
Keyboarder Florian hatte noch eine weitere Aufgabe am Tag, er begleitete bereits am frühen Nachmittag die Trauungszeremonie pianistisch. Diese fand ebenfalls in der Düsseldorfer Eventlocation LA DÜ statt, allerdings in einem ausgebauten Gewächshaus, welches direkt an den verwunschenen, mit Feuerschalen und Fackeln geschmückten Garten angrenzte. Allein für den Anblick dieser Gartenterrasse hätte sich der Tag schon gelohnt. Aber zurück zur Trauung: Das bedeutete, dass er gleich für mehrere Räume Equipment mitbrachte und die Band nebenan bereits ohne ihn aufbaute.
Nach dem exquisiten, aber sehr lohnenswertem Essen performten wir dann gemeinsam ca. drei Stunden, bis gegen halb eins noch die Konserve übernahm. In allem ein gelungener Jahresabschluss eines für uns besonderen Jahres.
Im Jahr 2025 hat ein neues, herausforderndes und extrem spannendes Kapitel für uns begonnen. Im Februar lernten wir Carsten kennen, der nach mehreren Proben und zwei Auftritten als neuer Gitarrist feststand. Über die kommenden Monate hat er sich in etwa 70 Titel eingearbeitet und passt sowohl menschlich als auch musikalisch großartig zu uns.
In diesem Jahr konnten wir insgesamt 23 Auftritte spielen, davon 15 öffentlich. Es ging vom Ruhrgebiet übers Sauerland, nach Münster und auch ins Rheinland. Gleich zwölf Mal gab es Änderungen in der Besetzung, wobei wir vor der gemeinsamen Zeit mit Carsten auch zweimal zu dritt aufgetreten sind. Weiterhin bleibt unser Keyboarder der Einzige, der noch nie abwesend war, Glückwunsch zum Ausbau dieser unglaublichen Serie. Bei fünf Konzerten kam statt des Cajons ein Schlagzeug zum Einsatz, acht Mal haben wir unter freiem Himmel gespielt. An dieser Stelle noch einmal ein großer Dank an alle Musiker, die uns in diesem Jahr ausgeholfen haben: Manuel Tesch (Gitarre), Jan Tillmanns (Bass), Lennart Pannek (Gesang), Marwin Sbosny (Schlagzeug/Percussion), Lennart „Lenny“ Rybica (Schlagzeug) und Stephan Schott (Schlagzeug).
Zum ersten Mal durften wir auf einem Schützenfest spielen, auch die unglaubliche Stimmung beim Brauhoffest von Moritz Fiege in Bochum wird wohl noch lange nachhallen. Traditionell bedanken wir uns natürlich auch bei allen Veranstaltern und Privatpersonen, die uns in diesem Jahr für Auftritte gebucht haben. Bei den Kneipen waren das die „Keule“ in Schwerte, Die Gaststätte „Alter Hellweg“ in Dortmund, das „New Crown“ in Iserlohn, der „Thomas Mulvany’s Irish Pub“ in Marl, „Am Turm“ in Menden, der „The Shakespeare-Pub“ in Herdecke und das „Haus Rode“ in Dortmund. Größere Bühnen boten uns wie schon erwähnt das Schützenfest der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Mettmann, das Moritz Fiege Brauhoffest in Bochum, das Heimatfest in Mettmann, das Pannekaukenfest in Schwerte und der Aplerbecker Kunstfrühling in Dortmund. Verschiedene Fakultäten der Universitäten in Dortmund und Münster haben uns ebenfalls mit Begeisterung engagiert, hinzu kamen außerdem noch vier Hochzeiten und Geburtstage.
2025 war wie hier dargestellt sehr abwechslungsreich, wir haben außerdem so viel geprobt wie zuletzt in unseren Anfangszeiten und sind dadurch nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich noch einmal enger zusammengerückt. Wir freuen uns darauf, auch 2026 an ganz unterschiedlichen Spielorten unsere Instrumente auspacken zu können. Danke auch an alle, die unsere Auftritte besucht und mit Leben gefüllt haben, denn was wären wir ohne ein wertschätzendes Publikum. Euch allen einen guten Übergang in 2026, auf das wir uns schon bald wieder sehen und gemeinsam mit guter Musik zu welchem Anlass auch immer feiern können.


