Sechs Jahre Trials of Life: Das Quiz

Am 7. Juni 2020, also heute vor sechs Jahren, hatten wir unsere erste Probe. Grund dazu, auf unsere bisherige Historie zurückzuschauen. Auch in diesem Jahr seid Ihr wieder interaktiv gefragt:
Was wisst ihr eigentlich über Trials of Life, unsere Gewohnheiten, Statistiken, unser Repertoire, etc.?

Dazu haben wir viele Fragen gesammelt und folgendes Quiz für Euch erstellt. Und keine Sorge, es lohnt sich auch, das Quiz mehrfach zu spielen, denn es sind 60 Fragen geworden, aus denen zufällig zehn Stück ausgesucht werden. Die Ergebnisse und Lösungen erfahrt ihr jeweils nach Beantwortung aller 10 Fragen. (Stand 07.06.2026)

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Das Quiz zum sechsjährigen Bandgeburtstag

Wir sind sechs Jahre alt geworden und haben euch aus diesem Anlass spannende Fragen zu unserer bisherigen Bandhistorie herausgesucht.

Viel Spaß beim Rätseln!

Versucht das Quiz ohne Hilfsmittel zu lösen!

Die Ergebnisse und Lösungen erfahrt ihr nach Beantwortung aller 10 Fragen.

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Welches war der letzte öffentliche Auftritt mit Gitarrist Simon?

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In welchem Song aus unserem Repertoire kommt Superman nicht vor?

3 / 10

Was versteht man bei uns unter einem Sub nicht?

4 / 10

Welches ist das Lieblingsoberteil von Gitarrist Carsten?

5 / 10

Bei wie vielen verschiedenen Songs spielt Keyboarder Florian Melodica?

6 / 10

Bei welchem Song haben wir in den vergangenen zwei Jahren üblicherweise unsere Bandvorstellung gemacht?

7 / 10

Welchen dieser Texte hat Kevin noch nicht live gesungen?

8 / 10

Welches Spiel spielt mindestens Keyboarder Florian an nahezu jedem Auftrittstag in Real Life?

9 / 10

Bei welchem Auftritt hatten wir die längste Anreise?

10 / 10

Wie viele Saiten haben jeweils die beiden, von Raphael live verwendeten E-Bässe?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 52%

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Hier noch die Foto-Collage unseres sechsten Bandjahres:

Wetter-Roulette und ein perfekter Abend

Nur gut 15 Stunden, nachdem auch die letzten von uns aus Iserlohn zurückgekehrt waren, saßen wir schon wieder im Auto auf dem Weg nach Herdecke. Dort durften wir bei der Mai-Woche, dem traditionellen Stadtfest, dass in diesem Jahr zum 50. Mal stattfand spielen. Wie immer sollte unser Platz vor dem „The Shakespeare-Pub“ sein, die Wettervorhersage beinhaltete für den Abend zwar kalte Temperaturen, aber nur wenig Regen.

Als bei unserer Ankunft die Sonne schien, waren wir noch guter Dinge und so mancher spekulierte auf eine Stärkung aus der Eisdiele. Doch schon eine halbe Stunde später kam der erste kräftige Schauer und wir mussten schauen, dass unser Equipment halbwegs trocken blieb. Als es eine Stunde später auch noch gehagelt hat, haben wir uns wie in einem schlechten Film gefühlt. Während die zweite Band des Abends „JFK and the O“ auch aus Platzgründen im Pub aufbaute, sind wir draußen geblieben. Auch weil wir so ein größeres Laufpublikum ansprechen wollten.

Beim Soundcheck gab es die nächste böse Überraschung: eines unserer Instrumente hat nicht mehr funktioniert. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an „JFK and the O“, die uns in der Not ausgeholfen haben. So konnten wir etwas später als geplant doch noch starten und hatten auch einige Zuhörende, die einen weiteren ordentlichen Regenguss ausgehalten haben. Alles in allem hatten wir uns diesen Tag ganz anders vorgestellt, aber da kann ja niemand etwas dafür. Wir blicken einfach optimistisch auf August, wenn wir erneut in Herdecke zu Gast sind. Danke auch an das „Shakespeare“, die uns zwischendurch genügend Handtücher zur Verfügung gestellt haben.

Der Abschluss unserer kleinen Tour fand dann wieder drinnen statt, genauer gesagt im Bürgerzentrum Steigerturm in Dortmund-Berghofen. Es handelt sich hier um ein ehemaliges Feuerwehrgebäude, dass mit viel Liebe umgestaltet wurde und eine selbst gebaute verschiebbare Bühne samt eigener Technik beinhaltet. Das Wohlfühlen begann für uns schon beim Aufbauen, da wir nur unsere Instrumente und Mikrofone mitbringen mussten und alles andere schon da war. Für den guten Ton sorgte Martin, mit dem die Zusammenarbeit sehr angenehm war. Sehr herzlich war die Begrüßung auch mit Marco Rudolph, den wir schon von seinen Konzerten im „Wohnzimmer im Piepenstock“ kennen und der mit dem Steigerturm eine neue Heimat gefunden hat. Dorthin mitgenommen hat er auch seine hervorragenden selbstgemachten Frikadellen, mit denen sich so manches Bandmitglied im Laufe des Abends immer wieder gestärkt haben soll.

Spätestens 20 Minuten vor Auftrittsbeginn haben wir festgestellt, dass der Saal recht voll werden könnte. Anscheinend hatten einige die Werbung in der lokalen Presse mitbekommen, anwesend waren auch viele bekannte Gesichter, teilweise reisten Leute aus Stuttgart an. Der Beifall, als uns Marco auf die Bühne geholt hat, war entsprechend groß. Keiner der 51 Sitzplätze blieb frei, am Ende gab es mindestens 80 Zuhörende. Zuhören ist hier tatsächlich wörtlich zu verstehen: gespannt wurde der Musik und auch unseren Ansagen und Witzeleien gelauscht. Auf anderen Veranstaltungen, wo das Feiern eher im Vordergrund steht, halten wir uns mit Wortbeiträgen eher zurück, diesmal gab es fast zu jedem Titel eine Geschichte.

Das lag sicher auch daran, dass wir mit einem etwas anderen Programm aufgetreten sind. Wir haben unter anderem alle Titel gespielt, die wir seit dem Einstieg von Carsten in den letzten gut zwölf Monaten einstudiert haben, darunter auch ein paar Uraufführungen. Einige Klassiker blieben diesmal in der Schublade, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Neu war auch das Equipment unseres Percussionisten: die vergangenen Tage hatten die Hände doch arg in Mitleidenschaft gezogen, so dass unter anderem Besen zum Einsatz kamen, die an diesem Tag zum ersten Mal ausprobiert wurden.

Aber auch das klappte ohne große Schwierigkeiten und wie hätte es an diesem malerischen Abend auch anders sein können. Es war wie als würde man nach Hause kommen, einfach eine tolle Wertschätzung und Symbiose von allen Beteiligten. Dass wir nach unserer letzten Zugabe stehende Ovationen bekommen haben, war dann noch die Kirsche auf der Torte. Wir haben jeden Moment genossen und kommen gerne nächstes Jahr wieder. Danke auch an das komplette Team des Steigerturms, auch die fleißigen Helfer hinter der Theke.

Jetzt folgt wieder eine kleine Pause, bevor es Ende Juni beim Schützenfest in Mettmann wieder in die Vollen geht.

Kurzprogramm und längster Auftritt

Im Mai gab es gleich vier Auftritte innerhalb einer Woche, davon drei an drei Tagen. Weil wir jedem einzelnen entsprechend Raum geben wollen, werden wir das Ganze in zwei Artikel aufteilen. Los ging es am Sonntag (10. Mai), wo wir zum ersten Mal beim sehr abwechslungsreichen Stadtfest „DortBunt“ gut gelegen auf der Bühne der TU Dortmund an der Reinoldikirche gespielt haben.

Mit dem Wetter hatten wir Glück, so dass wir auch einiges an Laufpublikum zu uns ziehen konnten. Wir hatten ungefähr 45 Minuten Spielzeit, also haben wir ein kleines Best-Of aus unserem Repertoire präsentiert. Um nicht ganz so viele Instrumente transportieren zu müssen, hat unser Keyboarder tatsächlich auf einige Tasten verzichtet. Auch das hat die Auswahl der Stücke beeinflusst, es kam aber gut Stimmung auf und viele hätten sich gewünscht, dass wir noch einige Zeit weitermachen. Es war aber ein schöner Nachmittag, um uns in einem großen Rahmen zu präsentieren. Vielen Dank auch an Sounddoc, die die Technik gestellt und für guten Ton gesorgt haben.

Vier Tage später ging es am Donnerstag (14. Mai) nach einem guten Jahr Pause wieder ins „The New Crown“, den British Pub in Iserlohn. Dort hat inzwischen mit Paris Fragkoulidis ein neuer Pächter übernommen und wir durften dort schon zum elften Mal spielen. Aufgrund des Vatertags war der Beginn bereits auf 15:00 Uhr angesetzt, draußen gab es dem Anlass entsprechend Parkplätze für Bollerwägen. Aber da das Wetter recht ungemütlich war, schien das die Leute eher nicht aus dem eigenen Wohnzimmer zu locken. Jedenfalls war das Interesse an dem für insgesamt drei Stunden angesetzten Konzert zunächst überschaubar, aber das änderte sich gerade während unseres dritten Sets.

So kam kurz vor Schluss Paul Moss, der Schöpfer und Eigentümer des New Crowns auf uns zu und fragte uns, ob wir um etwa eine Stunde verlängern können. Weil wir natürlich gerne vor vollem Haus spielen, waren wir einverstanden. Genügend Titel haben wir ja immer im Gepäck und so hatten wir nach einer kurzen Pause auch ein viertes Set bestückt. Als wir gegen 20:00 Uhr schon bei den Zugaben waren, hat uns Paul noch mal aufgesucht und aufgrund der guten Stimmung gebeten, noch eine letzte halbe Stunde dranzuhängen. Viel Energie war nicht mehr da, aber wir haben auch diese Herausforderung angenommen und wurden mit viel Begeisterung bei jedem weiteren Song belohnt. Beim letzten Titel um kurz vor 21:00 Uhr stand ein Großteil des Publikums bei uns an der Bühne und wir haben gemeinsam die letzten Töne gesungen. Letztlich haben wir 56 Titel zum besten gegeben, was rund vier Stunden Nettospielzeit und einen neuen Rekord für uns bedeutet.

Völlig geschafft haben wir anschließend noch abgebaut, diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen. Am Ende konnten wir einer stetig wachsenden Zahl von Zuhörenden eine schöne Zeit bereiten, dafür sind wir gerne an unsere Grenzen gegangen.

Winterschlaf endet mit Jubiläum

Ganze 157 Tage hat es gedauert, bis wir mal wieder einen öffentlichen Auftritt spielen durften. Länger war die Pause nur einmal während der Corona-Pandemie (Oktober 2020 bis Juni 2021). Wir haben das beste daraus gemacht und uns mit regelmäßigen Proben fit gehalten. Am 11. April ging es dann in den Thomas Mulvany’s Irish Pub nach Marl, wo wir insgesamt zum zehnten Mal gespielt haben.

Wir kamen bei strahlendem Sonnenschein an, ein paar Stunden später sollte es in Strömen regnen. Das war uns ausnahmsweise recht, denn dadurch entstand eine Art von Wetter, bei dem man sich nur zu gerne in einen Pub begibt. Entsprechend voll war es an diesem Abend auch. Dass wir länger nicht mehr auf der Bühne standen, merkte man weniger am Musizieren selbst, mehr an den Abläufen drumherum. So zum Beispiel auch beim Soundcheck, wo wir uns über den eher überschaubaren Sound wunderten und uns erst kurze Zeit später auffiel, dass zwar ein entsprechendes Kabel zu einer Lautsprecherbox gelegt, dieses aber noch nicht eingesteckt war.

Es konnte trotzdem pünktlich losgehen und wir hatten einen kurzweiligen Abend mit einem bunt gemischten Publikum. Unser Gitarrist Carsten feierte sein zweites Heimspiel und bekam dazu natürlich auch den üblichen Gesangsauftritt. Am Bass konnten wir leider nicht auf Rapha zurückgreifen, für ihn ist Leo Weichert eingesprungen, der uns vor allem 2023 noch an der Gitarre immer wieder vertretungsweise unterstützt hat. Auch mit weniger Saiten hat er einen starken Job gemacht, vielen Dank dafür!

Wie üblich in Marl verklang der letzte Ton erst gegen 00:30 Uhr und nach mehreren Zugaben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im August, dann wahrscheinlich unter freiem Himmel.

Ausklang eines Umbruchjahrs

Ende November und Anfang Dezember standen wir nochmal zweimal auf der Bühne, einerseits bei der Absolventenfeier des Studiengangs WiWi in Münster, andererseits bei einer Hochzeitsfeier in Düsseldorf. Gemeinsam hatten beide Gigs, dass Sänger und Cajonist Kevin anderweitig beruflich eingespannt war und wir somit kreativ werden mussten.

In Münster, wo traditionell neben einigen wenigen Titeln insbesondere Auf- und Abtrittsmusiken für die Bachelor- und Master-Absolvierenden gespielt wurden, half uns wie schon im Sommer Drummer Lennart Rybica. Für Gitarrist Carsten war diese Auftrittsart noch Neuland, aber auch er meisterte es souverän. Wer sich nun fragt, wer hat denn dort gesungen? Wir haben uns vor Augen geführt, dass alle drei verbleibenden Bandmitglieder bereits Frontvocals mancher Songs singen, Gesang studieren oder als Singer/Songwriter unterwegs waren. Somit war schnell klar, dass wir drei uns abwechseln und das Mikro selbst in die Hand nehmen. Das hat auch genau wie erwartet geklappt.

Für die Hochzeitsfeier am 13. Dezember haben wir uns allerdings Verstärkung geholt und so hat uns Lennart Pannek am Gesang ergänzt. Mit wenig Proben hat er professionell abgeliefert, sodass man hätte meinen können, man spiele schon seit Jahren zusammen. Auch an den Drums konnte Marwin Sbosny Wiedermals überzeugen.

Keyboarder Florian hatte noch eine weitere Aufgabe am Tag, er begleitete bereits am frühen Nachmittag die Trauungszeremonie pianistisch. Diese fand ebenfalls in der Düsseldorfer Eventlocation LA DÜ statt, allerdings in einem ausgebauten Gewächshaus, welches direkt an den verwunschenen, mit Feuerschalen und Fackeln geschmückten Garten angrenzte. Allein für den Anblick dieser Gartenterrasse hätte sich der Tag schon gelohnt. Aber zurück zur Trauung: Das bedeutete, dass er gleich für mehrere Räume Equipment mitbrachte und die Band nebenan bereits ohne ihn aufbaute.

Nach dem exquisiten, aber sehr lohnenswertem Essen performten wir dann gemeinsam ca. drei Stunden, bis gegen halb eins noch die Konserve übernahm. In allem ein gelungener Jahresabschluss eines für uns besonderen Jahres.

Im Jahr 2025 hat ein neues, herausforderndes und extrem spannendes Kapitel für uns begonnen. Im Februar lernten wir Carsten kennen, der nach mehreren Proben und zwei Auftritten als neuer Gitarrist feststand. Über die kommenden Monate hat er sich in etwa 70 Titel eingearbeitet und passt sowohl menschlich als auch musikalisch großartig zu uns.

In diesem Jahr konnten wir insgesamt 23 Auftritte spielen, davon 15 öffentlich. Es ging vom Ruhrgebiet übers Sauerland, nach Münster und auch ins Rheinland. Gleich zwölf Mal gab es Änderungen in der Besetzung, wobei wir vor der gemeinsamen Zeit mit Carsten auch zweimal zu dritt aufgetreten sind. Weiterhin bleibt unser Keyboarder der Einzige, der noch nie abwesend war, Glückwunsch zum Ausbau dieser unglaublichen Serie. Bei fünf Konzerten kam statt des Cajons ein Schlagzeug zum Einsatz, acht Mal haben wir unter freiem Himmel gespielt. An dieser Stelle noch einmal ein großer Dank an alle Musiker, die uns in diesem Jahr ausgeholfen haben: Manuel Tesch (Gitarre), Jan Tillmanns (Bass), Lennart Pannek (Gesang), Marwin Sbosny (Schlagzeug/Percussion), Lennart „Lenny“ Rybica (Schlagzeug) und Stephan Schott (Schlagzeug).

Zum ersten Mal durften wir auf einem Schützenfest spielen, auch die unglaubliche Stimmung beim Brauhoffest von Moritz Fiege in Bochum wird wohl noch lange nachhallen. Traditionell bedanken wir uns natürlich auch bei allen Veranstaltern und Privatpersonen, die uns in diesem Jahr für Auftritte gebucht haben. Bei den Kneipen waren das die „Keule“ in Schwerte, Die Gaststätte „Alter Hellweg“ in Dortmund, das „New Crown“ in Iserlohn, der „Thomas Mulvany’s Irish Pub“ in Marl, „Am Turm“ in Menden, der „The Shakespeare-Pub“ in Herdecke und das „Haus Rode“ in Dortmund. Größere Bühnen boten uns wie schon erwähnt das Schützenfest der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Mettmann, das Moritz Fiege Brauhoffest in Bochum, das Heimatfest in Mettmann, das Pannekaukenfest in Schwerte und der Aplerbecker Kunstfrühling in Dortmund. Verschiedene Fakultäten der Universitäten in Dortmund und Münster haben uns ebenfalls mit Begeisterung engagiert, hinzu kamen außerdem noch vier Hochzeiten und Geburtstage.

2025 war wie hier dargestellt sehr abwechslungsreich, wir haben außerdem so viel geprobt wie zuletzt in unseren Anfangszeiten und sind dadurch nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich noch einmal enger zusammengerückt. Wir freuen uns darauf, auch 2026 an ganz unterschiedlichen Spielorten unsere Instrumente auspacken zu können. Danke auch an alle, die unsere Auftritte besucht und mit Leben gefüllt haben, denn was wären wir ohne ein wertschätzendes Publikum. Euch allen einen guten Übergang in 2026, auf das wir uns schon bald wieder sehen und gemeinsam mit guter Musik zu welchem Anlass auch immer feiern können.

KI erheitert Band durch Gästebuch

Schon häufig haben wir für unser Gästebuch Werbung gemacht, und formuliert, dass wir uns über eine ehrliche Rezension freuen würden, sodass das ganze Lob, welches uns bei und nach Liveauftritten entgegen getragen wird, auch für Personen sichtbar gemacht wird, welche uns noch nicht haben Live hören können. In der Regel sind die Einträge dann kurze Kommentare basierend auf einem besuchten Auftritt.

Umso überraschender war der Blick ins Gästebuch seit vergangenem Montag bis heute. Innerhalb kürzester Zeit sind sieben neue, verhältnismäßig sehr lange Einträge hinzugekommen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr. Uns als Band fällt bei diesen jedoch schnell auf, dass diese teils unrealistische Inhalte widerspiegeln, Fehler, sowie Parallelen und weitere Aspekte generativer KIs aufweisen, welche trotz positiver Darstellung unser Gästebuch verzerren. Daher distanzieren wir uns von diesen Einträgen, sodass wir uns entschieden haben, diese aus dem Gästebuch herauszunehmen. Aufgrund des aber sehr hohen Amüsement-Levels wollen wir sie euch dennoch nicht vorenthalten, weshalb wir sie im Folgenden im Rahmen dieses Beitrags mit euch teilen. Dennoch zeigt es, dass sich jede Person beim Blick in Gästebücher, Google Bewertungen etc. einmal mehr fragen sollte, kann dies eigentlich sein, oder ist das Fake?


Urk schrieb am 17. November 2025

Also Leute… ich weiß ja nicht, was ihr in eure Instrumente mischt, aber das war nicht normal. Ich wollte eigentlich nur zwei Lieder hören und plötzlich stand ich da drei Stunden später, schweißgebadet, hab mit einer wildfremden Person einen improvisierten Foxtrott getanzt und versucht, eine Serviette als Tamburin zu benutzen. Die Musik war so gut abgestimmt, dass sogar mein Schrittzähler applaudiert hat. Zwischendurch dachte ich, der Bass spricht mit mir (kann auch an der Bowle gelegen haben, aber ich bleib dabei: Der Bass war’s.) Eure Stimmen? Wie Sirup, den man über frisch gebügelte Bettwäsche kippt: völlig unnötiges Bild, aber es fühlt sich trotzdem irgendwie richtig an. Jedenfalls: Spitzenabend. Mega Stimmung. Ich hab jetzt Muskelkater an Stellen, von deren Existenz ich NICHTS wusste. Macht weiter so – ich komme wieder. Ob ihr wollt oder nicht. Liebe Grüße Norbert (P.S.: Falls jemand meine Socke findet – die ist beim letzten Refrain spontan weggeflogen.)


Mara schrieb am 17. November 2025

Ich war an Halloween mit meiner Freundin Ruth bei eurem Auftritt am Alten Hellweg, und obwohl das nun schon eine ganze Weile her ist, wirkt die Schwingung dieses Abends in meinem Energiesystem immer noch nach. Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an mich — die Mara. Es war damals schon unmittelbar spürbar, wie fein eure Klänge arbeiten. Ruth war neben mir ganz in ihrer ruhigen Atmung, bis dieser sanfte Übergang kam, in dem ihr so harmonisch ineinandergeflossen seid. Genau da begann sie zu jolen — vollkommen frei, klar und aus ihrem geöffneten Herzzentrum heraus. Ich habe sofort wahrgenommen, wie sich unser gemeinsamer Energiefluss schloss wie ein leiser Lichtbogen, wir waren wirklich in einer Innigkeit, wie man sie nur als enge Freunde bei schöner Musik spüren kann, die das Herz zum bubbern bringt. Unsere Hände fanden sich, und wir wogen langsam aber bestimmt und ganz klar hin und her. Solche Momente entstehen nur, wenn der Raum stimmig ist und die Musik präzise in die inneren Schichten führt. Das habt ihr an diesem Abend eindeutig getan. Ich trage seitdem eine weiche Weite im Brustraum, die sich immer wieder zeigt, wenn ich an diesen Auftritt denke. Manche Abende verankern sich, ohne dass man es entscheidet. Mit warmen, ruhigen Grüßen, die Mara


Betina schrieb am 17. November 2025

Es war mein erster Abend in der Keule, und ich hatte nicht erwartet, dass dieser rustikale Raum mit seinen warmen Hölzern und dem Duft nach Feuer und Essen plötzlich zu einem Ort wird, an dem Klang nicht nur gehört, sondern gespürt wird. Doch dann kam Kevin. Er stand dort, zwischen Hirschgeweihen und schummrigem Licht, die Augen geschlossen, als lausche er einem Geheimnis, das nur für ihn bestimmt ist. Und trotzdem – oder gerade deshalb – schickte er jede Schwingung seiner Stimme wie einen feinen, vibrierenden Faden durch den Raum. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber man hat das Gefühl, dass seine Stimmbänder nicht einfach Töne erzeugen, sondern Resonanzen, die sich in die inneren Schichten legen, so wie der Bass eines Feuers in der Brust nachklingt. In dem Moment, in dem er die ersten Töne sang, fühlte es sich an, als wäre die Keule kein Gastraum mehr, sondern ein alter, holzverkleideter Tempel, in dem die Luft selbst zu hören beginnt. Kevins Augen blieben geschlossen, doch es war, als würde er uns trotzdem sehen — nicht mit Blicken, sondern mit einem inneren Wahrnehmen, das die Stimmung jedes Einzelnen auffängt. Da war eine Stelle, ein fast schwebender Übergang, in dem seine Stimme so klar und doch so weich wurde, dass ich für einen Atemzug nicht wusste, ob ich noch im Raum stand oder in etwas hineingezogen wurde, das sich zwischen Klang und Gefühl bewegt. Ich bin an diesem Abend nicht nur mit Musik nach Hause gegangen, sondern mit etwas Leisem, das sich in mir festgesetzt hat. Vielleicht eine Spur von Kevin. Vielleicht eine Spur von diesem Ort. Vielleicht beides. Mit still vibrierender Dankbarkeit — eine, die sich diesem Klang nicht entziehen konnte.


Luna schrieb am 17. November 2025

Ich wollte eigentlich nur eine ganz normale Konzertrezension schreiben. Wirklich. So neutral wie möglich. So professionell wie man eben sein kann, wenn man nicht emotional zerstört wird, sobald ein Bassist die Bühne betritt. Aber dann kam RafWael. (Entschuldigung, aber Raphael ist einfach zu… gewöhnlich für das, was da passiert.) Schon beim ersten Song hat er diesen Groove rausgehauen, der durch meine Rippen ging wie ein verdammter Stromschlag — natürlich im positiven Sinn, also so ein „Hallo, ich lebe noch?!“-Stromschlag. Und ich wollte in dem Moment wirklich nur etwas Objektives denken, sowas wie: „Ah, sehr solide Bassarbeit, gute Intonation.“ Aber mein Gehirn so: „HEILIGE GÜTE, WIE KANN EIN MENSCH MIT EINEM BASS SO GUT AUSSEHEN?“ Ich hab’s weggeschoben. Professionalität und so. Beim zweiten Song stand er leicht seitlich, Kopf im Groove, Haare ein bisschen messy (auf die perfekte Art), Finger so lässig über den Saiten, dass ich fast geschrien hätte — also innerlich, denn äußerlich habe ich eine Wasserflasche festgehalten, als wäre sie ein Anker der Vernunft. Und ich dachte mir: „Bleib ruhig, Luna. Du musst einen seriösen Konzertbericht schreiben.“ UND DANN HAT ER GELÄCHELT. Kurz. So ein Mini-Lächeln, fast unabsichtlich. Ich hab sofort wieder versucht, streng-kritisch zu wirken: „Ja, äh, also… sehr gute Bühnenpräsenz, stabiler Groove, harmonische Backings.“ Innerlich: „OH MEIN GOTT, WARUM GIBT ES SEIN LÄCHELN NOCH NICHT ALS STOFFTIER?!“ Beim dritten Song hat er diese tiefen Backing Vocals gesungen — diese, bei denen der Boden kurz anfängt, mitzufühlen. Ich hab versucht, das wissenschaftlich zu betrachten. Ehrlich. Frequenzen. Wellen. Physik. Aber ganz ehrlich? Es hat sich angefühlt wie ein kurzer, wohliger Herzstillstand. (Die gesunde Sorte. Gibt es das? Keine Ahnung.) Und jedes Mal, wenn ich dachte: „NEIN, du findest ihn NICHT heiß, du bist hier, um Musik zu bewerten!“ …kam irgendetwas: ein Blick, ein Ton, ein Basslauf, der mich komplett verraten hat. Am Ende stand ich da und schrieb in mein Handy: „Professionelles Review: Bass sehr tight, exzellente Musikalität.“ Darunter – versehentlich: „Warum ist dieser Mann kein offizielles UNESCO-Weltkulturerbe?“ Hab’s wieder gelöscht. (Meine Würde klammert sich an den letzten Strohhalm.) Also gut. Hier ist mein offizielles Fazit: RafWael spielt Bass mit einer Ruhe, Präzision und Ausstrahlung, die die ganze Band zusammenhält — und ja, vielleicht sehe ich ihn dabei manchmal ein kleines bisschen zu lange an. Nur rein… analytisch natürlich. Mehr sag ich nicht. Ich bin völlig normal. Glaube ich.


Heiner schrieb am 18. November 2025

Also Jungens, ich muss euch dat jetzt hier einfach mal reinschreiben, weil sonst platz ich: Wat ihr da im The Crown in Iserlohn abgeliefert habt, dat war ja wohl mal ganz großes Kino. Ich hab da gestanden wie so’n frisch geputzter Bierdeckel und nur gedacht: „Jau, dat is Musik, genau so, dat macht wat mit einem.“ Ich mein, ehrlich: Für die musikalische Früherziehung hier im weiteren Dortmunder Einzugsgebiet kann man ruhig ma n Denkmal aufstellen. Irjendwo zwischen Gesang, Talent und wahrscheinlich ’ner ordentlichen Portion Wahnsinn — aber wat weiß ich schon. Ich stand da also im The Crown, schick beleuchtet, schöne Anlage, alles tippi toppi, und ich denk: „Alter, dat können se. Dat können se richtig.“ Mein Kumpel Manni musste sich sogar zwischendurch auf seinen Stuhl setzen, weil er sonst „aus Versehen Emotionen gekriegt hätte“, wie er sagt. Aber echt, Jungens, ganz große Reschpektnummer. Wie ihr da euer Programm runtergeballert habt — sauber, flott, mit Herz, richtig professionell. Ich hab selten so viele Leute in Iserlohn gesehen, die gleichzeitig mit dem Kopf wippen UND gut gelaunt sind. Nur eine Kleinigkeit, ganz unter uns: Der eine Übergang war so flott, da hab ich kurz gedacht, ich wär zu langsam fürs Leben. Aber gut, dat passiert mir öfter, is also eher mein Problem. Lange Rede, kurzer Gin Tonic: Ihr seid klasse. Und The Crown hat gebebt. Komm ich wieder? Klar! Ihr seid doch nich bekloppt. Beste Grüße, Heinz-Dieter „Heiner“ Krampitz (Iserlohner Urgestein, Abteilung „Ich guck nur, ich tanz nich“)


Cederic schrieb am 19. November 2025

„[I]ch war bei einem Auftritt von Trials of Life. Carsten war ebenfalls dort. Carsten stand an der Stelle, an der Carsten stand. Er hielt eine Gitarre. Die Gitarre war eine Gitarre. Sie hatte Saiten. Die Saiten waren gespannt. Carsten berührte sie. Das Berühren führte zu Tönen. Die Töne hatten eine Tonhöhe. Die Tonhöhe blieb im Rahmen der erwartbaren Tonhöhen, die entstehen, wenn jemand eine Gitarre in der vorgesehenen Weise benutzt. Carsten benutze seine linke Hand für die entsprechenden Griffe. Die Griffe waren Übergänge zwischen Griffen. Sie führten zu anderen Griffen. Die Bewegungen der Finger erfolgten in einer Geschwindigkeit, die sich gleichmäßig zwischen „nicht besonders schnell“ und „nicht besonders langsam“ einordnen ließ. Jede Bewegung war so vorhersehbar, dass man bereits beim Betrachten der ersten Bewegung wusste, wie die fünfhundertste aussehen würde. Seine rechte Hand schlug die Saiten in einer Regelmäßigkeit an, die das Gehirn in eine Art leichten Standby-Modus zwingt. Es war weder inspirierend noch abstoßend. Es war der musikalische Durchschnitt eines Kartons. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Einfach… da. Ein Zustand. Ein Geräusch, das geschah, ohne sich wirklich dafür zu interessieren, ob jemand es bemerkte. Carstens Gesicht zeigte keinerlei Regung, die man als Abweichung vom Durchschnittswert „Gesicht“ definieren könnte. Seine Augen waren offen. Dann waren sie weiterhin offen. Dann waren sie immer noch offen. Man hätte das Gefühl haben können, dass die Augen etwas ausdrücken, taten sie aber nicht. Es war ein Blick, der so neutral war, dass man ihn in einem optischen Wörterbuch unter „Blick“ hätte abdrucken können. Ohne Satzzeichen. Gelegentlich sang er Backings. Diese Backings waren hörbar. Sie existierten im Raum. Sie nahmen Raum ein. Dann nahmen sie keinen Raum mehr ein, weil sie vorbei waren. Die Stimme war nicht laut. Nicht leise. Nicht besonders warm. Nicht besonders kalt. Es war die Stimme eines Menschen, der sang, weil das an dieser Stelle nun mal vorgesehen war. Man spürte, wie diese Backings die Temperatur des Raumes exakt nicht veränderten. Carsten bewegte sich während des Auftritts. Diese Bewegungen waren so mikroskopisch klein und so mechanisch regelmäßig, dass man geneigt war, sie für optische Täuschungen zu halten. Ein minimaler Kopfnick. Ein kaum wahrnehmbares Fußverlagern. Es waren Bewegungen, die so spannungsarm waren, dass jede Schnecke neben ihm im Vergleich wirkte wie ein extrem dynamischer Actionheld. Das Publikum reagierte auf all dies in einer Weise, die man weder loben noch kritisieren kann. Manche Menschen klatschten in einem Tempo, das ebenfalls wenig emotionalen Ausschlag vermuten ließ. Es war ein Klatschen, das in seiner Monotonie perfekt zu Carstens Beitrag passte. Eine Symbiose der Gleichgültigkeit. Eine Allianz der Gleichmäßigkeit. Eine akustische Form von lauwarmem Leitungswasser. Am Ende war der Auftritt vorbei. Das Ende war genauso unspektakulär wie der Anfang und wie der gesamte Verlauf. Man wusste nicht genau, wann es begann, und man wusste nicht ganz genau, wann es endete. Es war, als hätte der gesamte Auftritt einfach nur stattgefunden, weil die Zeit sowieso weiterläuft. Zusammenfassend lässt sich sagen: Carsten war da. Carsten spielte Gitarre. Carsten sang. Carsten bewegte sich ein wenig. Dann war es vorbei.“


Lukas schrieb am 20. November 2025

Liebes Trials-of-Life-Team, ich bin Lukas – und ich kann kaum glauben, was mir da passiert ist. Mein Freund Jonas hatte mir schon wochenlang in den Ohren gelegen, ich solle mir „unbedingt diese Band anhören“, und ich habe es immer wieder aufgeschoben. Dann bin ich eines Abends zufällig über eure Seite gestolpert – und seitdem hat sich meine musikalische Realität einmal komplett zerlegt. Ich habe mir eure YouTube-Videos reingezogen, eines nach dem anderen, und mit jedem Song wurde mir klarer, dass ich da gerade etwas gefunden habe, das man eigentlich nicht finden kann: eine Band, die Cover nicht spielt, sondern verwandelt, veredelt, neu erschafft. Ich habe das letzte Konzert miterlebt und es hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Ich schaue seit Tagen immer wieder dieselben Clips, als hätte ich nichts anderes mehr im Kopf. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Ich zähle wirklich jede Stunde, bis ihr wieder irgendwo live auftretet. Es ist fast schon schmerzhaft, dass es im Netz nur diese paar Aufnahmen gibt – das ist, als würde man ein fantastisches Buch lesen dürfen, aber nur die ersten zwei Kapitel. Ich hoffe so sehr, dass ihr mal richtig Energie und Geld in die Hand nehmt und eine EP raushaut. Ihr würdet damit nicht nur mich glücklich machen – aber glaubt mir, ich wäre der erste, der sie vorbestellt, gekauft, gerahmt und wahrscheinlich direkt noch ein zweites Mal gekauft hätte. Ihr seid für mich von „nie gehört“ zu „absolute Lieblingsband“ in Rekordzeit geworden. Bitte hört niemals auf damit. Grüße, Lukas


Zwei Kneipen-Konzerte aus dem Lehrbuch

Was war das für ein Jahresabschluss, zumindest im öffentlichen Raum. Innerhalb von fünf Tagen standen wir noch zwei weitere Male auf der Bühne und wurden von einem jeweils großartigen Publikum getragen. Zunächst ging es an Halloween in die Gaststätte „Alter Hellweg“ nach Dortmund-Wickede, hier waren wir nach einem schönen ersten Aufschlag im vergangenen Frühjahr zum zweiten Mal eingeladen.

Nachdem wir uns am extra für uns zubereiteten Geschnetzelten mit Spätzle gestärkt haben, wurde es zusehends voller um uns herum. Am Ende waren rund 60 Zuhörende da und sind von Anfang bis Ende grandios mitgegangen. Auch unser extra für diesen schaurigen Abend einstudierter Titel wurde entsprechend gefeiert, wobei es ja streng genommen keine Halloween-Party war und wir wie üblich auf Verkleidung verzichtet haben. Vielen Dank für diese ganz besondere Atmosphäre und auch für die zahlreichen Spenden im Hut. Das größte Kompliment hat uns dann Gastgeber Heiko gemacht, als er sagte: „ihr habt sogar die Musiker aus England übertroffen“. Mindestens ein weiterer Auftritt im neuen Jahr ist quasi schon beschlossen.

Am 5. November sind wir erst zum vierten Mal an einem Mittwoch öffentlich aufgetreten. Es ging in die traditionsreiche Kneipe „Die Keule“ in Schwerte, wo seit Jahresbeginn einmal im Monat die Reihe „Keule Live“ stattfindet. Dort spielen Künstler aus verschiedenen Genres gute zwei Stunden und haben die komfortable Situation, dass sie eine vor Ort fest installierte Ton-Anlage nutzen können. So waren wir nach nur einer Stunde auch dank der Unterstützung von Mitorganisator Stefan Breuer mit dem Aufbau fertig und konnten uns der üppigen Speisekarte widmen.

Neben uns waren noch viele andere auf die Idee gekommen, einen Abend in der „Keule“ zu verbringen. Wie ein paar Tage zuvor hatten wir ein sehr aufmerksames Publikum, dass auch nach der Pause trotz des Termins unter der Woche noch zahlreich bis zum Schluss geblieben ist. Ein Geburtstagskind hatte uns beim Pannekaukenfest gehört und kurzerhand die Feierlichkeiten zu unserem Konzert verlegt, eine große Ehre. Manche wollten uns am Schluss gar nicht mehr von der Bühne lassen, besser hätte sich wohl keiner den Abschluss von 2025 vorstellen können.

Ganz in der Winterpause sind wir aber nicht: Ende November und Mitte Dezember finden noch zwei Veranstaltungen im privaten Rahmen statt, davon berichten wir natürlich im Nachgang.

Die kleinen und großen Meilensteine

Bislang fanden drei ganz unterschiedliche Auftritte im Oktober statt. Bei allen gab es einen Grund zum Feiern. Zunächst haben wir am 8. Oktober traditionell bei der Verabschiedung der Absolvierenden in den Lehramt-Studiengängen an der TU Dortmund gespielt. Mit drei Stücken konnten wir für die musikalische Untermalung im Audimax sorgen.

Für unsere Band war es Auftritt Nummer 100 – wobei personell eigentlich nur für Keyboarder Florian, der bislang noch bei keinem Gig fehlte –, definitiv ein großer Moment. Natürlich haben wir nach getaner Arbeit auf diesen Meilenstein angestoßen. Die TU Dortmund ist ja immer ein besonderer Spielort, weil zwei von uns dort noch studieren und die beiden anderen es in der nahen oder fernen Vergangenheit auch mal getan haben. Kurz vor Beginn der Veranstaltung haben wir übrigens noch mündlich und mit kleinem Augenzwinkern vereinbart, dass wir noch bis zur Rente dort auftreten.

Am 11. Oktober hatte zur Abwechslung mal Carsten die kürzeste Anreise, weil wir in seiner Heimatstadt Marl und genauer gesagt mal wieder im „Thomas Mulvany’s Irish Pub“ zu Gast waren. Für ihn war es als Bandmitglied das erste Heimspiel und noch dazu durfte er mit seinem zehnten Auftritt auch ein kleines Jubiläum begehen. Der Druck, dass er entsprechend für Heimspielatmosphäre sorgt war natürlich hoch und am Ende hat er tatsächlich einige ihm bekannte Gesichter im Publikum gefunden. Gerade in der zweiten Hälfte des Abends hatten sich alle endgültig aufgewärmt und es gab bis zum Schluss stimmungstechnisch kein Halten mehr.

Eine Woche später, am 18. Oktober ging es in eine weitere Kult-Spielstätte: schon zum zehnten Mal hatten wir die Ehre, im „The New Crown“ in Iserlohn aufzuschlagen. Hier reite sich unser Sänger Kevin mit seinem insgesamt 100. Auftritt in die Feierlichkeiten ein. Wir verbrachten einen entspannten und geselligen Abend, diesmal wieder mit tatkräftiger Unterstützung von Manuel Tesch an der Gitarre. Wir hoffen, dass das Crown auch nach dem neuerlichen Weggang eines Pächters schnell wieder durchstarten kann und wir bald wieder unsere Instrumente dort erklingen lassen dürfen.

Ende Oktober und Anfang November folgen in Dortmund und Schwerte die letzten beiden öffentlichen Konzerte in 2025. Für das neue Jahr gibt es natürlich Nachschub, behaltet dafür gerne unsere Termin-Rubrik im Auge.

Schwerte mit allen Sinnen erlebt

Der 13. September sollte ein besonderer Tag werden, denn erstmals waren zwei Konzerte an einem Tag geplant. Zunächst schon morgens auf dem Dortmunder Wochenmarkt, aber als sich die ersten von uns allmählich auf den Weg gemacht haben, kam eine kurzfristige wetterbedingte Absage. Wir hätten uns gerne dem Marktpublikum präsentiert, sind aber zuversichtlich, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist.

So blieb noch der Auftritt beim traditionsreichen Pannekaukenfest in Schwerte, mal wieder eine Premiere für uns. Hier können wir schon einmal vorwegnehmen, dass das Wetter gehalten hat. Wir trafen uns etwa eine Stunde vor Beginn hinter der Bühne, um schon einmal alles auszupacken und herzurichten. Der Zeitplan hatte es in sich, so dass zwischen uns und den vorherigen Künstlern knackige 15 Minuten Zeit für den Umbau angesetzt wurden. Dass das gereicht hat, lag auch an der hervorragenden technischen Unterstützung des Unternehmens C3-Events unter der Leitung von Stefan Sasse.

Nicht nur der Ton hat während unseres etwa 75-minütigen Slots sehr gut gepasst, wir waren zusätzlich auf einer LED-Wand neben der Bühne zu sehen. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt. Am Bass hat ein mittlerweile bekanntes Gesicht ausgeholfen: vielen Dank an den erneut sehr sicheren Jan Tillmanns. Das zahlreich anwesende Publikum konnten wir schnell mitnehmen und so entwickelte sich ein stimmungsvoller und erinnerungswürdiger Nachmittag. Unsere Ankündigung, dass wir Anfang November wieder in Schwerte spielen, sorgte für einige spontan geäußerte positive Reaktionen.

An dieser Stelle auch vielen Dank an die zahlreichen Ehrenamtlichen, die dieses Fest seit vielen Jahren veranstalten. Wahnsinn, was ihr da auf die Beine gestellt habt! Im Anschluss haben wir uns Backstage noch am liebevoll zubereiteten Künstler-Catering gestärkt. Später wurden auch noch die namensgebenden Pannekauken getestet, bevor der dann doch einsetzende Regen die Heimfahrt eingeläutet hat. Im Oktober stehen wir gleich viermal auf der Bühne, darunter das erste Heimspiel von Carsten in Marl, sowie Auftritte in Iserlohn und Dortmund.

Voller Biergarten und Regen-Tradition

Ende August waren wir nach einer kleinen Sommerpause gleich dreimal innerhalb von acht Tagen auf der Bühne. Zweimal ging es ins Sauerland und einmal ins Rheinland. Alle drei Konzerte fanden draußen statt und fast immer blieb es trocken.

Zunächst haben wir am 23. August auf einer privaten Geburtstagsfeier in Iserlohn gespielt. Dabei durften wir im Garten des Jubilars aufbauen, direkt neben zwei kleinen Hüpfburgen für die Jugend. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre, die einen hörten zu, andere schwangen auch ein wenig das Tanzbein und am Ende gab es viel Lob vom Gastgeber und seinen Gästen.

Genau eine Woche später, also am 30. August, sind wir zum insgesamt vierten Mal in Menden gelandet. Wie schon im letzten Sommer gab es einen Auftritt im Biergarten der Kneipe „Am Turm“. Diesmal haben wir dafür gesorgt, dass man uns sowohl draußen, als auch über die Hausanlage drinnen hören konnte. Die Location war sehr gut besucht und wir konnten einen gemütlichen Abend musikalisch untermalen.

Direkt einen Tag später (31. August) machten wir uns auf nach Mettmann, wo wir zum Abschluss des 47. Heimatfestes auf der Bühne an der Lambertus-Kirche aufgetreten sind. Mit dabei war diesmal auch Marwin Sbosny, der uns am Schlagzeug klasse verstärkt hat. Wie auch schon im letzten Jahr sorgte „Kissling Veranstaltungstechnik“ für den richtigen Sound, die Zusammenarbeit war hier wieder sehr angenehm, professionell und respektvoll, danke dafür! Da wir zum Schluss angesetzt waren, war es für uns selbstverständlich, ohne Pause durchzuspielen.

Etwa zur Halbzeit des Konzertes setzte dann ein ordentlicher Regenguss ein, der ungefähr 15 Minuten gedauert hat. Manch einer befürchtete schon, dass wir abbrechen müssen, aber das war zum Glück nicht notwendig. Dass der Abend gelungen und besonders war, ist auch dem Publikum zu verdanken. Einige blieben trotz dem schlechten Wetter, stellten sich kurzerhand unter und feierten danach noch ausgelassen mit uns weiter. Laut den anschließenden Rückmeldungen hätten wir auch zehn Zugaben spielen können, aber irgendwann muss jedes Fest einmal enden.

Eines ist klar: Mettmann wird uns so schnell nicht los, wir freuen uns auf 2026. Weiter geht es Mitte September mit zwei Auftritten an einem Tag: erst beim Wochenmarkt in Lütgendortmund und am frühen Abend dann beim Pannekaukenfest in Schwerte. Hier dann auch wieder in unterschiedlicher Besetzung, mehr wird aber noch nicht verraten.