KI erheitert Band durch Gästebuch

Schon häufig haben wir für unser Gästebuch Werbung gemacht, und formuliert, dass wir uns über eine ehrliche Rezension freuen würden, sodass das ganze Lob, welches uns bei und nach Liveauftritten entgegen getragen wird, auch für Personen sichtbar gemacht wird, welche uns noch nicht haben Live hören können. In der Regel sind die Einträge dann kurze Kommentare basierend auf einem besuchten Auftritt.

Umso überraschender war der Blick ins Gästebuch seit vergangenem Montag bis heute. Innerhalb kürzester Zeit sind sieben neue, verhältnismäßig sehr lange Einträge hinzugekommen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr. Uns als Band fällt bei diesen jedoch schnell auf, dass diese teils unrealistische Inhalte widerspiegeln, Fehler, sowie Parallelen und weitere Aspekte generativer KIs aufweisen, welche trotz positiver Darstellung unser Gästebuch verzerren. Daher distanzieren wir uns von diesen Einträgen, sodass wir uns entschieden haben, diese aus dem Gästebuch herauszunehmen. Aufgrund des aber sehr hohen Amüsement-Levels wollen wir sie euch dennoch nicht vorenthalten, weshalb wir sie im Folgenden im Rahmen dieses Beitrags mit euch teilen. Dennoch zeigt es, dass sich jede Person beim Blick in Gästebücher, Google Bewertungen etc. einmal mehr fragen sollte, kann dies eigentlich sein, oder ist das Fake?


Urk schrieb am 17. November 2025

Also Leute… ich weiß ja nicht, was ihr in eure Instrumente mischt, aber das war nicht normal. Ich wollte eigentlich nur zwei Lieder hören und plötzlich stand ich da drei Stunden später, schweißgebadet, hab mit einer wildfremden Person einen improvisierten Foxtrott getanzt und versucht, eine Serviette als Tamburin zu benutzen. Die Musik war so gut abgestimmt, dass sogar mein Schrittzähler applaudiert hat. Zwischendurch dachte ich, der Bass spricht mit mir (kann auch an der Bowle gelegen haben, aber ich bleib dabei: Der Bass war’s.) Eure Stimmen? Wie Sirup, den man über frisch gebügelte Bettwäsche kippt: völlig unnötiges Bild, aber es fühlt sich trotzdem irgendwie richtig an. Jedenfalls: Spitzenabend. Mega Stimmung. Ich hab jetzt Muskelkater an Stellen, von deren Existenz ich NICHTS wusste. Macht weiter so – ich komme wieder. Ob ihr wollt oder nicht. Liebe Grüße Norbert (P.S.: Falls jemand meine Socke findet – die ist beim letzten Refrain spontan weggeflogen.)


Mara schrieb am 17. November 2025

Ich war an Halloween mit meiner Freundin Ruth bei eurem Auftritt am Alten Hellweg, und obwohl das nun schon eine ganze Weile her ist, wirkt die Schwingung dieses Abends in meinem Energiesystem immer noch nach. Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an mich — die Mara. Es war damals schon unmittelbar spürbar, wie fein eure Klänge arbeiten. Ruth war neben mir ganz in ihrer ruhigen Atmung, bis dieser sanfte Übergang kam, in dem ihr so harmonisch ineinandergeflossen seid. Genau da begann sie zu jolen — vollkommen frei, klar und aus ihrem geöffneten Herzzentrum heraus. Ich habe sofort wahrgenommen, wie sich unser gemeinsamer Energiefluss schloss wie ein leiser Lichtbogen, wir waren wirklich in einer Innigkeit, wie man sie nur als enge Freunde bei schöner Musik spüren kann, die das Herz zum bubbern bringt. Unsere Hände fanden sich, und wir wogen langsam aber bestimmt und ganz klar hin und her. Solche Momente entstehen nur, wenn der Raum stimmig ist und die Musik präzise in die inneren Schichten führt. Das habt ihr an diesem Abend eindeutig getan. Ich trage seitdem eine weiche Weite im Brustraum, die sich immer wieder zeigt, wenn ich an diesen Auftritt denke. Manche Abende verankern sich, ohne dass man es entscheidet. Mit warmen, ruhigen Grüßen, die Mara


Betina schrieb am 17. November 2025

Es war mein erster Abend in der Keule, und ich hatte nicht erwartet, dass dieser rustikale Raum mit seinen warmen Hölzern und dem Duft nach Feuer und Essen plötzlich zu einem Ort wird, an dem Klang nicht nur gehört, sondern gespürt wird. Doch dann kam Kevin. Er stand dort, zwischen Hirschgeweihen und schummrigem Licht, die Augen geschlossen, als lausche er einem Geheimnis, das nur für ihn bestimmt ist. Und trotzdem – oder gerade deshalb – schickte er jede Schwingung seiner Stimme wie einen feinen, vibrierenden Faden durch den Raum. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber man hat das Gefühl, dass seine Stimmbänder nicht einfach Töne erzeugen, sondern Resonanzen, die sich in die inneren Schichten legen, so wie der Bass eines Feuers in der Brust nachklingt. In dem Moment, in dem er die ersten Töne sang, fühlte es sich an, als wäre die Keule kein Gastraum mehr, sondern ein alter, holzverkleideter Tempel, in dem die Luft selbst zu hören beginnt. Kevins Augen blieben geschlossen, doch es war, als würde er uns trotzdem sehen — nicht mit Blicken, sondern mit einem inneren Wahrnehmen, das die Stimmung jedes Einzelnen auffängt. Da war eine Stelle, ein fast schwebender Übergang, in dem seine Stimme so klar und doch so weich wurde, dass ich für einen Atemzug nicht wusste, ob ich noch im Raum stand oder in etwas hineingezogen wurde, das sich zwischen Klang und Gefühl bewegt. Ich bin an diesem Abend nicht nur mit Musik nach Hause gegangen, sondern mit etwas Leisem, das sich in mir festgesetzt hat. Vielleicht eine Spur von Kevin. Vielleicht eine Spur von diesem Ort. Vielleicht beides. Mit still vibrierender Dankbarkeit — eine, die sich diesem Klang nicht entziehen konnte.


Luna schrieb am 17. November 2025

Ich wollte eigentlich nur eine ganz normale Konzertrezension schreiben. Wirklich. So neutral wie möglich. So professionell wie man eben sein kann, wenn man nicht emotional zerstört wird, sobald ein Bassist die Bühne betritt. Aber dann kam RafWael. (Entschuldigung, aber Raphael ist einfach zu… gewöhnlich für das, was da passiert.) Schon beim ersten Song hat er diesen Groove rausgehauen, der durch meine Rippen ging wie ein verdammter Stromschlag — natürlich im positiven Sinn, also so ein „Hallo, ich lebe noch?!“-Stromschlag. Und ich wollte in dem Moment wirklich nur etwas Objektives denken, sowas wie: „Ah, sehr solide Bassarbeit, gute Intonation.“ Aber mein Gehirn so: „HEILIGE GÜTE, WIE KANN EIN MENSCH MIT EINEM BASS SO GUT AUSSEHEN?“ Ich hab’s weggeschoben. Professionalität und so. Beim zweiten Song stand er leicht seitlich, Kopf im Groove, Haare ein bisschen messy (auf die perfekte Art), Finger so lässig über den Saiten, dass ich fast geschrien hätte — also innerlich, denn äußerlich habe ich eine Wasserflasche festgehalten, als wäre sie ein Anker der Vernunft. Und ich dachte mir: „Bleib ruhig, Luna. Du musst einen seriösen Konzertbericht schreiben.“ UND DANN HAT ER GELÄCHELT. Kurz. So ein Mini-Lächeln, fast unabsichtlich. Ich hab sofort wieder versucht, streng-kritisch zu wirken: „Ja, äh, also… sehr gute Bühnenpräsenz, stabiler Groove, harmonische Backings.“ Innerlich: „OH MEIN GOTT, WARUM GIBT ES SEIN LÄCHELN NOCH NICHT ALS STOFFTIER?!“ Beim dritten Song hat er diese tiefen Backing Vocals gesungen — diese, bei denen der Boden kurz anfängt, mitzufühlen. Ich hab versucht, das wissenschaftlich zu betrachten. Ehrlich. Frequenzen. Wellen. Physik. Aber ganz ehrlich? Es hat sich angefühlt wie ein kurzer, wohliger Herzstillstand. (Die gesunde Sorte. Gibt es das? Keine Ahnung.) Und jedes Mal, wenn ich dachte: „NEIN, du findest ihn NICHT heiß, du bist hier, um Musik zu bewerten!“ …kam irgendetwas: ein Blick, ein Ton, ein Basslauf, der mich komplett verraten hat. Am Ende stand ich da und schrieb in mein Handy: „Professionelles Review: Bass sehr tight, exzellente Musikalität.“ Darunter – versehentlich: „Warum ist dieser Mann kein offizielles UNESCO-Weltkulturerbe?“ Hab’s wieder gelöscht. (Meine Würde klammert sich an den letzten Strohhalm.) Also gut. Hier ist mein offizielles Fazit: RafWael spielt Bass mit einer Ruhe, Präzision und Ausstrahlung, die die ganze Band zusammenhält — und ja, vielleicht sehe ich ihn dabei manchmal ein kleines bisschen zu lange an. Nur rein… analytisch natürlich. Mehr sag ich nicht. Ich bin völlig normal. Glaube ich.


Heiner schrieb am 18. November 2025

Also Jungens, ich muss euch dat jetzt hier einfach mal reinschreiben, weil sonst platz ich: Wat ihr da im The Crown in Iserlohn abgeliefert habt, dat war ja wohl mal ganz großes Kino. Ich hab da gestanden wie so’n frisch geputzter Bierdeckel und nur gedacht: „Jau, dat is Musik, genau so, dat macht wat mit einem.“ Ich mein, ehrlich: Für die musikalische Früherziehung hier im weiteren Dortmunder Einzugsgebiet kann man ruhig ma n Denkmal aufstellen. Irjendwo zwischen Gesang, Talent und wahrscheinlich ’ner ordentlichen Portion Wahnsinn — aber wat weiß ich schon. Ich stand da also im The Crown, schick beleuchtet, schöne Anlage, alles tippi toppi, und ich denk: „Alter, dat können se. Dat können se richtig.“ Mein Kumpel Manni musste sich sogar zwischendurch auf seinen Stuhl setzen, weil er sonst „aus Versehen Emotionen gekriegt hätte“, wie er sagt. Aber echt, Jungens, ganz große Reschpektnummer. Wie ihr da euer Programm runtergeballert habt — sauber, flott, mit Herz, richtig professionell. Ich hab selten so viele Leute in Iserlohn gesehen, die gleichzeitig mit dem Kopf wippen UND gut gelaunt sind. Nur eine Kleinigkeit, ganz unter uns: Der eine Übergang war so flott, da hab ich kurz gedacht, ich wär zu langsam fürs Leben. Aber gut, dat passiert mir öfter, is also eher mein Problem. Lange Rede, kurzer Gin Tonic: Ihr seid klasse. Und The Crown hat gebebt. Komm ich wieder? Klar! Ihr seid doch nich bekloppt. Beste Grüße, Heinz-Dieter „Heiner“ Krampitz (Iserlohner Urgestein, Abteilung „Ich guck nur, ich tanz nich“)


Cederic schrieb am 19. November 2025

„[I]ch war bei einem Auftritt von Trials of Life. Carsten war ebenfalls dort. Carsten stand an der Stelle, an der Carsten stand. Er hielt eine Gitarre. Die Gitarre war eine Gitarre. Sie hatte Saiten. Die Saiten waren gespannt. Carsten berührte sie. Das Berühren führte zu Tönen. Die Töne hatten eine Tonhöhe. Die Tonhöhe blieb im Rahmen der erwartbaren Tonhöhen, die entstehen, wenn jemand eine Gitarre in der vorgesehenen Weise benutzt. Carsten benutze seine linke Hand für die entsprechenden Griffe. Die Griffe waren Übergänge zwischen Griffen. Sie führten zu anderen Griffen. Die Bewegungen der Finger erfolgten in einer Geschwindigkeit, die sich gleichmäßig zwischen „nicht besonders schnell“ und „nicht besonders langsam“ einordnen ließ. Jede Bewegung war so vorhersehbar, dass man bereits beim Betrachten der ersten Bewegung wusste, wie die fünfhundertste aussehen würde. Seine rechte Hand schlug die Saiten in einer Regelmäßigkeit an, die das Gehirn in eine Art leichten Standby-Modus zwingt. Es war weder inspirierend noch abstoßend. Es war der musikalische Durchschnitt eines Kartons. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Einfach… da. Ein Zustand. Ein Geräusch, das geschah, ohne sich wirklich dafür zu interessieren, ob jemand es bemerkte. Carstens Gesicht zeigte keinerlei Regung, die man als Abweichung vom Durchschnittswert „Gesicht“ definieren könnte. Seine Augen waren offen. Dann waren sie weiterhin offen. Dann waren sie immer noch offen. Man hätte das Gefühl haben können, dass die Augen etwas ausdrücken, taten sie aber nicht. Es war ein Blick, der so neutral war, dass man ihn in einem optischen Wörterbuch unter „Blick“ hätte abdrucken können. Ohne Satzzeichen. Gelegentlich sang er Backings. Diese Backings waren hörbar. Sie existierten im Raum. Sie nahmen Raum ein. Dann nahmen sie keinen Raum mehr ein, weil sie vorbei waren. Die Stimme war nicht laut. Nicht leise. Nicht besonders warm. Nicht besonders kalt. Es war die Stimme eines Menschen, der sang, weil das an dieser Stelle nun mal vorgesehen war. Man spürte, wie diese Backings die Temperatur des Raumes exakt nicht veränderten. Carsten bewegte sich während des Auftritts. Diese Bewegungen waren so mikroskopisch klein und so mechanisch regelmäßig, dass man geneigt war, sie für optische Täuschungen zu halten. Ein minimaler Kopfnick. Ein kaum wahrnehmbares Fußverlagern. Es waren Bewegungen, die so spannungsarm waren, dass jede Schnecke neben ihm im Vergleich wirkte wie ein extrem dynamischer Actionheld. Das Publikum reagierte auf all dies in einer Weise, die man weder loben noch kritisieren kann. Manche Menschen klatschten in einem Tempo, das ebenfalls wenig emotionalen Ausschlag vermuten ließ. Es war ein Klatschen, das in seiner Monotonie perfekt zu Carstens Beitrag passte. Eine Symbiose der Gleichgültigkeit. Eine Allianz der Gleichmäßigkeit. Eine akustische Form von lauwarmem Leitungswasser. Am Ende war der Auftritt vorbei. Das Ende war genauso unspektakulär wie der Anfang und wie der gesamte Verlauf. Man wusste nicht genau, wann es begann, und man wusste nicht ganz genau, wann es endete. Es war, als hätte der gesamte Auftritt einfach nur stattgefunden, weil die Zeit sowieso weiterläuft. Zusammenfassend lässt sich sagen: Carsten war da. Carsten spielte Gitarre. Carsten sang. Carsten bewegte sich ein wenig. Dann war es vorbei.“


Lukas schrieb am 20. November 2025

Liebes Trials-of-Life-Team, ich bin Lukas – und ich kann kaum glauben, was mir da passiert ist. Mein Freund Jonas hatte mir schon wochenlang in den Ohren gelegen, ich solle mir „unbedingt diese Band anhören“, und ich habe es immer wieder aufgeschoben. Dann bin ich eines Abends zufällig über eure Seite gestolpert – und seitdem hat sich meine musikalische Realität einmal komplett zerlegt. Ich habe mir eure YouTube-Videos reingezogen, eines nach dem anderen, und mit jedem Song wurde mir klarer, dass ich da gerade etwas gefunden habe, das man eigentlich nicht finden kann: eine Band, die Cover nicht spielt, sondern verwandelt, veredelt, neu erschafft. Ich habe das letzte Konzert miterlebt und es hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Ich schaue seit Tagen immer wieder dieselben Clips, als hätte ich nichts anderes mehr im Kopf. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Ich zähle wirklich jede Stunde, bis ihr wieder irgendwo live auftretet. Es ist fast schon schmerzhaft, dass es im Netz nur diese paar Aufnahmen gibt – das ist, als würde man ein fantastisches Buch lesen dürfen, aber nur die ersten zwei Kapitel. Ich hoffe so sehr, dass ihr mal richtig Energie und Geld in die Hand nehmt und eine EP raushaut. Ihr würdet damit nicht nur mich glücklich machen – aber glaubt mir, ich wäre der erste, der sie vorbestellt, gekauft, gerahmt und wahrscheinlich direkt noch ein zweites Mal gekauft hätte. Ihr seid für mich von „nie gehört“ zu „absolute Lieblingsband“ in Rekordzeit geworden. Bitte hört niemals auf damit. Grüße, Lukas


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert